DHCP-Konflikt

Ab Werk ist der Router mit der IP-Adresse 192.168.0.1 konfiguriert, zudem läuft der interne DHCP-Server – es genügt also, die eigene Netzwerk- oder WLAN-Karte auf DHCP umzustellen. Läuft im Netz bereits ein DHCP-Server, darf der Allnet-Router nicht einfach angeschlossen werden, da die Firmware des Geräts den konkurrierenden DHCP-Server nicht erkennt und des damit zu Konflikten zwischen beiden kommt. In diesem Fall ist es besser, zunächst ausnahmsweise über WLAN den DHCP-Server des Routers abschalten und das Gerät dann ans heimische Netz anzuschließen. Alle weiteren Einstellungen verändern Sie besser per Ethernet, wie eingangs beschrieben.

Die Konfiguration ist einfach und übersichtlich gestaltet, die grundlegende Einrichtung mit den wichtigsten Einstellungen erledigt ein Wizzard. Leider funktionierte die angebotene Überprüfung der Zugangsdaten nicht, der Wizzard meldete in jedem Fall Erfolg, selbst wenn keine Internetverbindung zustande kam.

Im Advanced Mode steht dem Benutzer dann die gesamte Funktionsvielfalt offen. Im Extremfall lässt sich der Zugang für einzelne Rechner zu bestimmten Tageszeiten der Woche auf eine beschränkte Zahl an Websites wahlweise per DSL oder ISDN konfigurieren, wobei Webserver und SSH-Zugang des Rechners von außen erreichbar bleiben – und im Fall eines Angriffs meldet sich der Router automatisch per E-Mail bei seinem Administrator.

D-Link DI-624+

Die Werksseitigen Voreinstellungen des DSL-Routers D-Link DI-624+ sind ähnlich denen des Allnet-Routers, beide sind mit der IP-Adresse 192.168.0.1 konfiguriert. Auch die Firmware des D-Link-Routers schert sich nicht darum, ob es im lokalen Netz bereits einen DHCP-Server gibt und aktiviert standardmäßig den internen DHCP-Server, was je nach Netz zu ernsthaften Kollisionen führen kann. Da gleichzeitig die Einrichtung über WLAN möglich ist, sollten Sie gegebenenfalls erst den DHCP-Server des D-Link-Routers deaktivieren, bevor Sie ihn an Ihr Netzwerk anschließen. Die weitere Einrichtung erfolgt aus Sicherheitsgründen besser drahtgebunden.

Beim ersten Browser-Kontakt verlangt der D-Link-Router lediglich nach dem Benutzernamen admin, ein Passwort darf nicht eingegeben werden. Mit Hilfe des Setup Wizzards gibt der Benutzer dann die grundlegenden Einstellungen für den DSL-Anschluss und WLAN ein, zusätzliche Funktionen wie Zugangskontrolle, Firewall und Port-Forwarding hat D-Link übersichtlich in verschiedene Gruppen eingeteilt. Am Web-Frontend gibt es nur wenige Kritikpunkte, so ist die einzige verfügbare Sprache Englisch und die Grafiken für die Navigation haben eine sehr geringe Auflösung (Abbildung 2). Weiterhin gibt es keine MAC-basierte Access Control List (ACL), die richtige SSID vorausgesetzt kann daher jeder Kontakt zum Router aufnehmen und möglicherweise über das Gerät surfen oder das interne Netz angreifen.

Abbildung 2: Die Optik des Web-Frontends des D-Link-Routers wird durch die schlechten Grafiken etwas getrübt. Beim Funktionsumfang glänzt das Gerät durch eine frei konfigurierbare Firewall – und patzt durch eine fehlende Access Control List für WLAN.

Die mitgelieferte Stabantenne des rund 90 Euro teuren Geräts ist geschraubt und lässt sich durch eine externe WLAN-Antenne mit SMA-Anschluss austauschen. Auf diese Weise sind größere Reichweiten und höhere Datenraten möglich, gerade dann, wenn der WLAN-Router an der Wand befestigt ist – um die volle Geschwindigkeit von 54 MBit/s brutto erreichen zu können, müssen Router und Client exzellente Empfangsbedingungen haben. Schließlich ist noch das Steckernetzteil zu erwähnen, dessen Netzstecker längs am Gehäuse befestigt ist, so dass es die benachbarte Steckdose nicht verdeckt.

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