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Kino-Feeling mit Totem

Totem mit Xine-Installation

Webcam-Unterstützung in Entwicklung

Die Webcam-Unterstützung in Totem steckt im Moment noch in den Kinderschuhen, doch man kann sich bereits das Bild seiner Webcam anschauen. Dazu muss man bei der Konfiguration von Totem das Argument --enable-vanity angeben. Das Kameramenü taucht zwar schon im Gehe zu-Menü auf, die Funktionen sind aber noch nicht implementiert. So muss man die Kameraübertragung über die Konsole mit dem Befehl

totem v4l://

starten. Voraussetzung dafür, dass die Kamera auch gefunden wird, ist die Unterstützung der Webcam durch den Kernel. Dort muss sie ausgewählt und installiert worden sein.

Fazit

Mittlerweile wurde auch die Darstellung von Indexbildern von Filmdateien in Nautilus fertiggestellt und es wird kräftig an einem Mozilla-Plug-In entwickelt. Dinge, die zeigen, dass die Entwickler um ein erstklassiges Videoabspielprogramm bemüht sind. Totem ist einfach zu handhaben und unterstützt so viele Filmformate, wie man selber möchte – egal, ob standardisierte oder freie Formate. Kurz gesagt: ein kleiner Alleskönner, der sich leicht an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.

Die Autorin

Frauke Oster beschäftigt sich viel mit Programmiersprachen und studiert Angewandte Informatik an der Fachhochschule Südwestfalen. Sie geht in ihrer Freizeit gerne in Kunstausstellungen und ins Theater.

Glossar

Xine

ist ein freier Multimedia-Player bestehend aus einer Bibliothek, die von einigen anderen Programmen wie Totem genutzt wird, und einer eigenen Benutzeroberfläche. Die Bibliothek kann mit vielen verschiedenen Bild- und Audioformaten umgehen und kann jederzeit mit neuen oder noch nicht eingefügten Formaten erweitert werden. Die Xine-Bibliothek ist eine der schnellsten Bibliotheken im Bereich der freien Entwicklung.

Codecs

ist ein englisches Wort, dass sich aus den beiden Wörtern coding und decoding zusammensetzt. Es beschreibt ein Verfahren, das aus einem Kodierer und einem Dekodierer besteht. So wandeln Codecs im Multimedia-Bereich Daten zwischen zwei verschiedenen Formaten hin und her. Dabei werden häufig Kompressionen verwendet, die den Speicherplatzbedarf reduzieren.

libX11

ist die Bibliothek des X-Window-Systems und sollte standardmäßig installiert sein, da es vom X-Server benötigt wird.

libogg

ist die Hauptbibliothek des Ogg-Formats und wird vom Ogg-Vorbis- und vom Ogg-Theora-Format benötigt. Alle drei Bibliotheken gehören zu einer Familie.

libvorbis

ist die Bibliothek des Ogg-Vorbis-Formats, einem komprimierten Audio-Format. Durch diese Bibliothek können alle Dateien in diesem Format fehlerfrei abgespielt werden.

Ogg-Theora-Format

Dieses Format ist das neuste in der Ogg-Familie und wurde bereits für Übertragungen der Gnome-Konferenz "Guadec" benutzt. Theora ist das Video-Format in der Familie.

MPlayer

ist ein Videoabspielprogramm, das viele Filmformate unterstützt. Es benötigt keine zusätzliche Bibliothek, sondern bringt seine eigene mit. Viele der Codecs, die für MPlayer geschrieben wurden, können Sie auch in anderen Programmen verwenden.

Infos

[1] Totem: http://www.hadess.net/totem.php3

[2] Gnome Projekt: http://www.gnome.org/

[3] Xine: http://xinehq.de/

[4] Ogg Theora Projekt: http://www.theora.org/

[5] Free Lossless Audio Codec: http://flac.sourceforge.net/

[6] Simple DirectMedia Layer: http://www.libsdl.org

[7] Programm nvtv: http://sourceforge.net/projects/nv-tv-out

[8] MPlayer: http://www.mplayerhq.hu/homepage/design7/codecs.html

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LinuxUser 06/2012

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