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Stapeln und spielen

MP3-Jukebox mit Web-Frontend

Automatisieren

Damit Otto direkt beim Booten startet, muss der Otto-Startbefehl in einem der dabei ausgeführten Init-Skripte [8] erscheinen. Falls Sie Red Hat benutzen, liefert Otto im Verzeichnis etc/rc.otto.dist ein passendes Start-Stopp-Skript mit; für Debian finden Sie eines auf der Heft-CD.

Leider nimmt Otto neue MP3s nicht automatisch in seine Datenbank auf, sondern nur dann, wenn Sie /usr/local/otto/bin/otto load ausführen. Da man an so etwas nicht unbedingt immer denkt, bietet es sich an, folgende Zeile in die Datei /etc/crontab aufzunehmen:

0 5 * * * root /usr/local/otto/bin/otto load >/dev/null

Dadurch aktualisiert Otto seine Datenbank jeden Morgen um 5:00 Uhr automatisch.

Gut sortiert

Beim Laden der Musikdatenbank versucht das Otto, Titel und Interpreten anhand des Dateinamens automatisch zu erkennen. Damit das klappt, muss Ihre Musik allerdings geeignet sortiert sein. Das oberste Verzeichnis sollte nach dem Künstler benannt sein; darunter kommt ein Verzeichnis mit dem Namen des Albums, und darin endlich die eigentlichen MP3s selbst. Fehlt das Album-Zwischenverzeichnis, erkennt Otto die Dateien trotzdem, sortiert sie aber nicht in Alben ein. Alternativ dürfen auch Interpret und Album nach dem Muster "Interpret - Album" gemeinsam den Namen des Verzeichnisses bilden.

Die MP3-Datei selbst kann am Anfang ihres Namens die Tracknummer des Stücks enthalten. Diese zeigt Otto zwar nicht an, sortiert die Songs aber in der richtigen Reihenfolge. Die Nummer darf entweder durch ein Leerzeichen, ein Minuszeichen oder " - " vom Titel getrennt werden.

Spezielle Bedeutung haben die Verzeichnisnamen "Various Artists" und "Soundtracks", in die Kompilationen und Film-Soundtracks einsortiert werden können. Diese sind aus der Benutzerschnittstelle über die Schaltflächen va und st direkt zugänglich.

Alternativ liest Otto all diese Informationen – das entsprechende Perl-Modul vorausgesetzt – aus den ID3-Tags der MP3-Dateien aus, egal ob es sich um ID3-Tags der aktuellen Version 2 oder der älteren Version 1 handelt. Damit das funktioniert, ersetzen Sie in der Konfigurationsdatei otto.conf die Ziffer 0 in der Zeile UseID3Tags 0 durch eine 1. Allerdings funktioniert dieser Ansatz nur dann zufriedenstellend, wenn wirklich alle MP3s vernünftige Tags besitzen.

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LinuxUser 06/2012

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