Ton ab!

Damit es am Ende keine Enttäuschung gibt, überprüfen Sie nun am besten, ob der Computer MP3-Dateien abspielen kann:

mpg123 song.mp3

Fehlt mpg123, heißt es nachinstallieren. Dazu holen Sie sich das Paket von [4] und folgen der Installationsanleitung. Normalerweise ist es damit getan, die Datei zu entpacken, ins Verzeichnis zu wechseln und make linux einzugeben, gefolgt von make install als Administrator. Das alles setzt natürlich eine funktionierende Soundkarte, also einen entsprechend konfigurierten Kernel voraus.

Otto konfigurieren

Bleibt nur noch die Konfiguration von Otto selbst. Im Verzeichnis /usr/local/otto/etc befindet sich eine Vorlage für die Konfigurationsdatei. Davon machen Sie in diesem Verzeichnis eine Kopie:

cp otto.conf.dist otto.conf

Am Anfang der Datei finden Sie die Zugangsdaten für die Datenbank; wenn Sie Standardbenutzer und -passwort verwendet haben, passen die Einträge schon, sonst ändern Sie sie ihrer Auswahl entsprechend. Die Zeilen User und Group müssen so angepasst werden, dass sie Benutzer und Gruppe von Apache entsprechen. Unter Debian heißen beide www-data, unter Suse nennt sich der Nutzer wwwrun und die Gruppe www. Wenn Sie die beiden Angaben nicht kennen, suchen Sie in der Apache-Konfigurationsdatei nach den entsprechenden Einträgen mit User und Group.

Hinter das Schlagwort Home tragen Sie die Adresse ein, unter der Sie Otto später ansprechen wollen, z. B. http://192.168.0.1/otto, wenn der Musikrechner im lokalen Netz die IP-Adresse 192.168.0.1 trägt. MusicRoot gibt an, wo Ihre Musikdateien liegen; fügen Sie hier den Pfad im Dateisystem an. Falls die Dateien verstreut sind, ergänzen Sie weitere Zeilen der Form MusicRoot /anderer/ort. Die Rechte in diesen Verzeichnissen müssen so gesetzt sein, dass der Web-User sie lesen darf. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Musikdateien nicht direkt in den MusicRoot-Verzeichnissen liegen, sondern in Unterverzeichnissen, sonst beschwert sich Otto beim Füllen der Datenbank mit undurchsichtigen Fehlermeldungen.

Außer dieser Konfigurationsdatei braucht Otto ein Verzeichnis für temporäre Dateien, in das der Webserver schreiben darf:

cd /usr/local/otto
mkdir var
chown User:Group var

User und Group sind dieselben wie eben, bei Debian lautet der Befehl also chown www-data:www-data var.

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