Cups reloaded

Nach einer Änderung an der Datei cupsd.conf ist immer ein Neustart des Cups-Daemons notwendig. Der hierzu erforderliche Befehl ist abhängig von Ihrer Distribution. Auf Suse Linux erledigt dies /etc/init.d/cups restart. Haben Sie mit Yast konfiguriert, hat dieses Programm bereits den Neustart für Sie vorgenommen. Fortan listet der Drucken-Dialog des KDE alle Drucker auf (Abbildung 8).

Sofern das Browsing nicht klappt, werfen Sie einen Blick auf die Konfiguration der Hostnamen. Sind diese nicht korrekt in /etc/hosts eingetragen, läuft der Broadcast ins Leere. Mit einem lokalen DNS-Server tritt solch ein Fehler nicht auf.

Abbildung 8: Sobald die Konfiguration von Cups erfolgreich abgeschlossen ist, tauchen die entfernten Drucker zusammen mit ihren konfigurierbaren Eigenschaften im "Drucken"-Dialog von KDE auf.

Apple- und Microsoft-Systeme zum Drucken überreden

Sie können alle Betriebssysteme, die IPP unterstützen, so ins Drucknetzwerk integrieren. Hierzu zählt auch MacOS X ab Version 10.2. Dort reicht es aus, in den Systemeinstellungen unter Dienste die Option Printer Sharing zu markieren. Die Drucker tauchen dann im Drucken-Dialog unter Freigegebene Drucker auf.

Für alle alten MacOS-Versionen ist das Paket netatalk nötig. Die Konfigurationsdatei papd.conf ergänzen Sie um jeweils einen Eintrag pro Drucker. Genaue Angaben hierzu finden Sie auf [5]. Wichtig hierbei ist, dass Sie die zum Drucker passende PPD-Datei aus dem Verzeichnis /etc/cups/ppd verwenden:

Drucker Beschreibung:MyDrucker@MeinServer:\
:pr=|/usr/bin/lp -d MyDrucker:\
:op=daemon:\
:pd=/etc/cups/ppd/MyDrucker.ppd:

Windows-2000/XP-Systeme unterstützen IPP von Haus aus. Für alle anderen Windows-Versionen ist eine fehlerfreie Installation von Samba ab Version 2.0.6 nötig. Fügen Sie in der Konfigurationsdatei smb.conf im Abschnitt [Global] die beiden Zeilen printing = cups und printcap name = cups ein. Aktuelle Distributionen sind bereits entsprechend konfiguriert.

Der Windows-Client benötigt noch einen Druckertreiber, der Postscript erzeugt. Hierzu benutzen Sie den Treiber eines beliebigen Postscript-fähigen Druckers, etwa den Laserwriter von Apple. Möchten oder können Sie auf den originalen Druckertreiber nicht verzichten, richten Sie auf dem Cups-Server eine neue Druckerwarteschlange ein. Diese verwendet als Druckermodell das so genannte raw-Device. Cups leitet dann die eingehenden Daten direkt an den entsprechenden Ausgabeport durch. Beachten Sie hierbei, dass Daten von anderen Computern, auf denen nicht der Originaltreiber für diesen Drucker installiert ist, keine brauchbaren Ausgaben erzeugen.

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