SoX around the clock
SoX
Effekthascherei?
Wenn die Sample-Rate runtergesetzt wird, kommt es zu Datenverlusten – die konvertierte Datei "rauscht". Für solche Fälle bringt SoX eine ganze Reihe Filter und Effekte mit. Testn Sie zum Beispiel den Effekt "low-pass filter": Dazu hängen Sie an einen zweiten SoX-Aufruf den Effekt an: Zuerst konvertieren Sie also beispielsweise mit
sox -r 8000 file.wav -r 22050 tmp.ogg
und anschließend mit
sox tmp.ogg file.ogg lowp 3400
Wer schon immer ein Musikstück oder einen gesprochenen Satz rückwärts hören wollte, kann den Effekt "reverse" einsetzen:
sox datei.wav datei2.wav reverse
Hängen Sie stattdessen vibro geschwindigkeit [tiefe] an den Aufruf an, wird eine Art Verzerrung, wie man sie von Gitarrenverstärkern (Fender Vibro-Champ) her kennt, erzeugt. Als Wert muss eine Geschwindigkeit (Wert zwischen 0 und 30) und optional die Tiefe (0 bis 1) angegeben werden.
Mischpult
Mit im Paket ist soxmix. Dieses Tool nimmt zwei Audiodateien und mischt sie zu einer zusammen. Beide müssen dazu im gleichen Format vorliegen, der Aufruf hat dann die Form
soxmix datei1.wav datei2.wav dateimix.wav
Auch wenn eine Abspielfunktion für die Samples fehlt und man diese über einen externen Player aufrufen muss, liegen die Vorteile des Tools klar auf der Hand: SoX ist für viele Plattformen erhältlich und unterstützt erstaunlich viele Formate und Effekte. Mit XSoX [3] gibt es auch ein grafisches Frontend, in dem sich Dateien mit wenigen Mausklicks umwandeln lassen – da dieses Programm allerdings seit 1996 offenbar nicht mehr verbessert wurde, fehlt die Unterstützung für einige wichtige Formate wie z. B. Ogg Vorbis. Ein weiteres SoX-GUI ist das Tcl/Tk-Programm Studio [4]. Dessen letzte Release (als Tar-Ball bei Sourceforge erhältlich) ist allerdings auch schon zwei Jahre alt.



