Der gute Ton

Neben der Video-Wiedergabe lässt sich die Audio-Wiedergabe verbessern. Heute verfügen viele Kinofilme über hochwertige Surround-Tonspuren. Diese müssen jedoch häufig zur Wiedergabe auf weniger Lautsprecher heruntergerechnet werden.

Sind an Ihrem Computer mehrere Lautsprecher direkt an die Soundkarte angeschlossen und entsprechende Treiber installiert, können Sie in der Konfigurationsdatei durch entsprechende Einträge 4.0-, 5.0- und 5.1-Wiedergabe aktivieren:

audio.four_channel:1
audio.five_channel:1
audio.five_lfe_channel:1

Ist dagegen ein externer Dolby-Digital- oder gar DTS-Decoder angeschlossen, so können Sie diesem die Dekodierung der digitalen Audiodaten überlassen. Dies bezeichnet man als Pass-Through und konfiguriert es bei xine durch die Option:

audio.a52_pass_through:1

Dann klappt's auch mit dem Nachbarn …

Ein anderes Problem ist der zwar bei vielen Kinobegeisterten beliebte, aber von Nachbarn oft als störend empfundene große Dynamikumfang von Kino-Tonspuren. Dialoge sind oft recht leise, Effekte aber sehr laut abgemischt. Hier gibt es zwei interessante Optionen, die Abhilfe versprechen: Für Dolby-Digital-Tonspuren aktivieren Sie mit folgender Zeile die in diesem Tonsystem vorgesehene Dynamic Range Compensation:

codec.a52_dynrng:1

Allgemeiner – allerdings mit manchmal deutlicher hörbaren Artefakten – arbeitet der Kompressor in xine, der sich in den meisten Frontends über einen Slider aktivieren lässt. Der Slider-Wert gibt dabei in Prozent an, wie stark die Lautstärke in leisen Teilen der Tonspur erhöht werden kann. Ein Wert von 200 bedeutet, dass die Lautstärke maximal verdoppelt werden darf.

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