Multimedia im Kernel

Wer seinen Linux-Kernel selbst kompiliert, sollte hier Einiges beachten. Zunächst schalten Sie unbedingt den MTRR-Support ein. Dies bringt auf allen aktuellen CPUs erhebliche Performance-Verbesserungen bei der Grafikausgabe.

Außerdem hat sich der Preemptive-Scheduler-Patch bewährt. Für echte Experten sei gesagt, dass das Heraufsetzen der Hz-Zahl auf 1000 die Videowiedergabe nochmals erheblich flüssiger macht, weil dadurch die einzelnen Videobilder präziser zur richtigen Zeit dargestellt werden können.

Wem das alles nichts sagt, der kann sich beruhigt zurücklehnen: Viele Distributionen integrieren die entsprechenden Patches bereits in ihre Kernel, und spätestens Linux 2.6 kommt von Haus aus mit entsprechend verbessertem Scheduler daher, wie aktuelle 2.5er-Versionen schon heute zeigen.

Fransen im Bild

Ein ganz anderes Problem ergibt sich bei der Wiedergabe von Fernsehproduktionen auf Computer-Monitoren: Solche Videoströme sind meist im so genannten Interlace-Verfahren produziert, d. h., man nimmt statt 25 Vollbildern 50 Halbbilder pro Sekunde auf, wobei der Monitor zwei Halbbilder zusammen als ein Vollbild darstellt.

Da die Halbbilder aber einen kleinen zeitlichen Versatz haben, werden bei schnellen Bewegungen Fransen sichtbar – das ist ein sehr störender Effekt. Deshalb besitzt xine einen Filter, der versucht, diesen Effekt zu unterdrücken. In den meisten Frontends aktiviert die Taste [I] den Filter. Seine Verwendung allerdings einiges an Rechenzeit: Wer einen älteren PC besitzt, dem bleibt nur die Wahl zwischen Ruckeln und Fransen.

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