Video-CDs abspielen

Von Haus aus spielt xine Video-CDs (VCDs) ab. Die meisten Frontends bieten dazu einen VCD-Button oder -Menüeintrag. Auch von der Kommandozeile können Sie die VCD-Wiedergabe starten, beispielsweise mit

gxine vcd://

Einzige Voraussetzung ist, dass der Link /dev/cdrom auf das Laufwerk zeigt, in dem die VCD liegt. Neuere VCDs verfügen, ganz ähnlich wie DVDs, über ein Menüsystem, das dem Anwender Informationen über das Medium präsentiert. Um dieses zu benutzen, installieren Sie das seperat unter [4] erhältliche Xine-VCDX-Plugin.

Nach einem Neustart erkennt xine automatisch das neue Plugin, und die meisten Frontends bieten entsprechende VCDX-Buttons oder Menüeinträge an; auf der Kommandozeile sieht das Ganze so aus:

gxine vcdx://

Performance optimieren

Insbesondere – aber nicht nur – die DVD-Wiedergabe erzeugt auf aktuellen Systemen einiges an CPU-Last. Ruckelt die Wiedergabe, gibt es eine Menge Möglichkeiten zur Optimierung. Im Abschnitt über DVDs fand bereits der DMA-Modus Erwähnung. Dieser sollte auf jeden Fall (übrigens auch für die Festplatten im System) aktiviert sein.

Sehr wichtig ist die richtige Wahl des Plugins zur Video-Ausgabe. Versuchen Sie es auf jeden Fall mit den so genannten Xv-Extensions (X Video), die ab XFree 4.0 im X-Server-Paket enthalten sind: Damit kann die Grafikkarte die Farbraumkonvertierung und Skalierung der Videodaten übernehmen, und das bringt einen gewaltingen Performance-Schub.

Mit dem folgenden Befehl finden Sie leicht heraus, ob der verwendete Treiber für die Grafikkarte die Videoausgabe von xine beschleunigen kann:

xvinfo

Das ist der Fall, wenn die Liste der Bildformate (Image formats) die Formate YUY2 und YV12 enthält:

Number of image formats: 5
[…]
      id: 0x32595559 (YUY2)
[…]
      id: 0x32315659 (YV12)

Finden Sie die letzten beiden Zeilen, ist alles in Ordnung. In diesem Fall sollte xine automatisch die Xv-Extension benutzen. Ansonsten machen Sie einen entsprechenden Eintrag in der Konfigurationsdatei oder übergeben die Option als Parameter auf der Kommandozeile:

gxine -V Xv

Funktioniert der Xv-Support nicht, sehen Sie sich nach aktuelleren Treibern für die verwendete Grafikkarte um. Oft wirkt ein Upgrade auf eine aktuelle XFree86-Release schon Wunder. Beispielsweise unterstützt die momentan aktuelle XFree86-Version 4.3.0 Xv auf i830-Chipsätzen, die in vielen Notebooks eingebaut sind.

In anderen Fällen bieten die Hersteller der Grafik-Chips separate Treiber an. So unterstützen nur die Treiber im Binärformat von Nvidia Xv auf älteren RivaTNT-Grafikkarten. Die Xine-FAQ enthält eine detaillierte Liste von Grafik-Chips und Quellen für Xv-fähige Treiber [5].

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