Web-Radio und Video-on-Demand

Mehr und mehr Radiosender streamen ihr Programm live über das Internet. Neben reinen Web-Radios wie [7] bieten auch immer mehr private [8] und öffentlich-rechtliche Radiostationen [9, 10] aus aller Welt Live Streams in oft durchaus ansprechender Qualität an – praktisch, wenn man umgezogen ist und weiter den Sender aus der Heimat hören will oder einfach im Büro zwar einen Computer mit Internet-Zugang und Sound-Karte, aber kein Radio hat.

Xine emuliert sowohl den Windows Media Player als auch den Real Player und spielt damit praktisch alle gängigen Live-Stream-Formate ab. Allerdings steckt hier wieder der Teufel im Detail: Zunächst sollte man die Binary-only-Codecs, die z. B. von [11] erhältlich, nach /usr/lib/win32 entpacken.

Die nächste Hürde besteht darin, die in viel Javascript-Code versteckten URLs der Streams aus der Radiosender-Homepage auszugraben. Hier empfiehlt sich gxine, da es ein spezielles Mozilla-Plugin mitbringt und elegant per Wizard beim ersten Start installiert.

Über das Plugin wird dann gxine automatisch gestartet, sobald Sie eine Seite mit eingebetteten Multimedia-Streams aufrufen. Gefällt das Programm, bietet es sich an, gleich einen Mediamark zu setzen, um in Zukunft den Stream ganz ohne Browser direkt in gxine aufrufen zu können.

Seit der immer stärkeren Verbreitung von DSL-Anschlüssen und Kabelmodems gibt es sogar Fernseh-Live-Streams wie [12] oder [13] im Internet. Diese lassen sich auch mit xine wiedergeben – Browser-Plugin und entsprechend installierte Programm-Plugins vorausgesetzt.

Neben den Live Streams sind Video-on-demand-Dienste eine feine Sache. Verpasste Nachrichten schauen Sie einfach und bequem jederzeit bei [14] und [15] als Video-Stream an. Dazu ist natürlich genügend Bandbreite die Voraussetzung.

Wer sich für aktuelle Film-Trailer interessiert, wird beispielsweise unter [16] und [17] fündig. Unter [18] findet man über 5000 Radio- und Fernsehstationen aus aller Welt, praktisch nach Genres sortiert.

Fernsehen mit xine

Auch eine Fernsehkarte kann man mit xine nutzen, indem man den folgenden Aufruf verwendet:

gxine v4l://

Leider ist es im Moment nicht möglich, den Kanal zu wechseln, was aber zumindest bei Satellitenempfang keinen großen Nachteil darstellt. Dort wechseln Sie den Sender ohnehin am Satellitentuner. Interessanter ist die Möglichkeit, mit xine digitales Fernsehen zu sehen – besonders, weil die Software die übertragenen MPEG-2-Daten über die CPU entpacken kann, also relativ billige DVB-Tunerkarten wie beispielsweise [19] zum Einsatz kommen können.

Die Details sprengen den Rahmen dieses Artikels. Nähere Informationen finden Sie in der Datei README.dvb aus der Dokumentation von xine-lib.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Ab ins Vergnügen
    Multimedia sorgt bei vielen Linux-Umsteigern für mehr Frust als Lust. Das muss nicht sein, geht Linux doch mindestens so gut wie Windows mit verschiedenen Mediadateien um. Dieser Workshop erklärt, wie Sie auch unter Linux zum Vergnügen kommen.
  • Streaming Server mit Videolan
    Videolan schiebt von einem mulimedial aufgemotzen zentralen Linux-Rechner aus alle möglichen Formate ins lokale Netz. Auf den Clients muss nur noch ein Mediaplayer laufen.
  • DVDs mit Xine unter Linux ansehen
    Es gibt eine Reihe von DVD-Video-Playern für Linux. Dieser Artikel stellt Xine vor, der auch VCDs und zahlreiche Videoformate unterstützt. Auch vor dem leidigen Thema DeCSS wollen wir uns nicht drücken.
  • Korner: Kaffeine
    Von einzelnen Audio- und Video-Dateien über CDs, VCDs bis hin zu DVDs beherrscht der Player Kaffeine so ziemlich alles, was das Herz begehrt – zumindest dann, wenn der Rechner entsprechende Codecs bereithält.
  • Totem mit Xine-Installation
    Totem ist eine Xine-Benutzeroberfläche für Gnome. Der kleine Alleskönner spielt so viele Filmformate ab, wie Sie möchten. Wie Sie es zum Laufen bringen, zeigt dieser Beitrag.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Broadcom Adapter 802.11n nachinstallieren
Thomas Mengel, 31.10.2017 20:06, 2 Antworten
Hallo, kann man nachträglich auf einer Liveversion, MX Linux auf einem USB-Stick, nachträglich...
RUN fsck Manually / Stromausfall
Arno Krug, 29.10.2017 12:51, 1 Antworten
Hallo, nach Absturz des Rechners aufgrund fehlendem Stroms startet Linux nicht mehr wie gewohn...
source.list öffnet sich nicht
sebastian reimann, 27.10.2017 09:32, 2 Antworten
hallo Zusammen Ich habe das problem Das ich meine source.list nicht öffnen kann weiß vlt jemman...
Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 6 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...