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Abgehärtet

Unnötige Systemdienste abschalten

Schotten dicht?

Operating System Hardening kann und sollte aber noch weiter gehen: * Entfernen Sie überflüssige Benutzerzugänge (Accounts). * Überprüfen Sie Datei- und Gruppenrechte. * Wählen Sie sichere Passwörter, die schwierig zu knacken sind. * Verwenden Sie einen Kernel, der lediglich die Dienste und Protokolle unterstützt, die Sie brauchen.

Wie eingangs erwähnt: Sicherheit hat viele Aspekte und lässt sich auf unterschiedlichen Wegen verbessern. Die in diesem Artikel vorgeschlagenen Maßnahmen können dazu beitragen, potentiellen Angreifern das Leben ein bisschen schwerer zu machen.

Glossar

Auskommentieren

Einträge in einer Konfigurationsdatei werden ignoriert, wenn sie mit einem speziellen Zeichen markiert sind. Sehr oft wird hierfür die Raute verwendet.

Port

Über Netzwerk-Ports von 0 bis 65535 können auf einem System Netzwerkdienste angesprochen werden. Viele Port-Nummern sind standardisiert einem bestimmten Dienst zugewiesen (z. B. läuft der DNS auf Port 53), andere lassen sich frei vergeben. So lauschen Webserver nicht nur auf Port 80, sondern oft auch auf Port 8000 oder 8080.

TCP

Das "Transport Control Protocol" dient zur Datenübertragung. Vor dem Verschicken werden die Daten dabei in kleine Pakete unterteilt, über die Sender und Empfänger vor dem eigentlichen Transfer Informationen austauschen. TCP sorgt für eine Empfangsbestätigung für jedes Paket und sorgt für die richtige Einsortierung. So lassen sich Übertragungsfehler korrigieren. Der Nachteil dieses zuverlässigen Protokolls: Es ist ineffizient für kleine Datenmengen. Die meisten Internet-Protokolle basieren auf TCP.

UDP

Das "User Datagram Protocol" ist effizienter, aber unzuverlässiger als TCP. Ob Pakete beim Empfänger ankommen, überprüft es nicht. Als Alternative zu TCP kommt beispielsweise beim Audio-Streaming zum Einsatz. Wenn Pakete unterwegs verloren gehen, wird die Übertragung einfach fortgesetzt.

/etc/rc*.d

Für jedes mögliche Runlevel eines Linux-Systems gibt es ein extra Verzeichnis, in dem Verweise (Links) auf die "Init(ialisierungs)-Skripte stehen, die Dienste starten oder anhalten [2]. Für Runlevel 5 ist das beispielsweise das Verzeichnis /etc/rc5.d; auch /etc/rc.d/rc5.d oder /etc/init.d/rc5.d sind gebräuchlich.

Runlevel

Betriebsmodus eines Linux-Systems. Durch gezielte Auswahl der Links im jeweiligen Runlevel-Verzeichnis lassen sich beispielsweise Konfigurationen zusammenstellen, bei denen der Rechner als Internet-Server bootet, oder solche, bei denen ein grafisches Login möglich ist.

Infos

[1] Heike Jurzik: "Kurzer Prozess für Zombies – ps, kill und Konsorten", LinuxUser 12/2000, S. 92 f., http://www.linux-user.de/ausgabe/2000/12/092-zubefehl/befehl11.html

[2] Marc André Selig: "Wie Linux sich die Stiefel anzieht", LinuxUser 12/2002, S. 26 ff., http://www.linux-user.de/ausgabe/2002/12/026-init/

[3] http://www.cert.org/

[4] http://www.cert.dfn.de/

[5] http://www.bsi.de/

[6] http://www.sans.org/top20/

Der Autor

Antony Stone besitzt einen Universitätsabschluss in Medizinischer Elektrotechnik und arbeitet seit 1994 mit Linux. Er ist Technical Director bei Rockstone Ltd, einem Unternehmen mit Sitz in Großbritannien, das Firewalls auf Linux-Basis herstellt. An der University of London unterrichtet er einen Masters-Kurs in Information Security.

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LinuxUser 06/2012

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