Einführung in Python

Hans Dampf in allen Gassen

01.05.2003
Wer sich einige Zeit mit Skripten beschäftigt, stellt schnell fest, dass der Schritt zum Programmieren nicht weit ist. Um diesen Schritt einfach zu gestalten, bietet sich die Sprache Python als Allzweckwerkzeug an.

Worum geht es? Um einen allgemeinen Überblick über die objektorientierte Programmiersprache Python. Deshalb sollen folgende Fragen beantwortet werden: Worin unterscheidet sich Python von anderen Sprachen, wer nutzt Python, was kann man mit Python machen, welche Werkzeuge sind wichtig und wo finden die Leser weitere Informationen.

Einleitung

Über die Sprache ist schon viel gesagt und geschrieben worden, weshalb nur die wichtigsten Fakten genannt werden: Python [1] wurde Anfang der neunziger Jahre von Guido van Rossum kreiert; es ist eine mächtige objektorientierte Programmiersprache, die über eine leistungsfähige Standard-Bibliothek verfügt und durch ein glasklares Design besticht.

Die Entwicklung Pythons ist nicht abgeschlossen, was bedeutet, das immer noch aufregende Konstrukte integriert werden (in Python2.2 zum Beispiel die Generators). Last not least ist Python Open Source und damit kostenlos. Sie müssen keine proprietären Werkzeuge kaufen und können es für jeden Zweck einsetzen.

Wenn Sie mit Python arbeiten, kommen Sie mit verschiedenen Konzepten (Prozedurale Programmierung, Objekt-Orientierte Programmierung, Funktionale Programmierung) in Berührung. Aber keine Angst: Ein Informatikstudium ist nicht notwendig. Im Gegenteil, die Sprache steht in dem Ruf, besonders einsteigerfreundlich zu sein. Probieren Sie es einfach.

Varianten

Jetzt wird es konkret: Worin unterscheidet sich Python von anderen Sprachen?

Python wird nicht kompiliert und gelinkt wie die Lowlevel Sprache C, es wird - ähnlich wie Java - in einen Zwischencode (Byte-Code) übersetzt und dann interpretiert. Damit ist es nicht so flink wie C, kann aber in Sachen Ausführungsgeschwindigkeit mit Perl, Ruby, PHP und Java allemal mithalten.

Sollten Performance-Fragen oberste Priorität haben, kann man Python mit eigenen C-Modulen bereichern. Ein spannendes Thema, wenn auch nicht gerade für Einsteiger geeignet. In diesem Kontext lohnt die Beschäftigung mit Pyrex (http://www.cosc.canterbury.ac.nz/~greg/python/Pyrex/).

Mit Pyrex lassen sich C-Typen (wie int) und Python-Typen problemlos mischen; danach wird das Ganze zu einer C-Erweiterung für den Interpreter kompiliert. Auf der Web-Seite finden Neugierige alle notwendigen Informationen nebst Beispielen. Und wenn wir schon beim Thema sind: Man kann Python nicht nur erweitern, sondern den Interpreter in andere Sprachen, wie Java und C++, einbetten.

Übrigens existiert überdies eine Python-Implementierung in Java (http://www.jython.org). Was ist darunter zu verstehen? Sie erhalten in ihren Python-Programmen vollen Zugriff auf die Java-Klassenbibliotheken (JDBC oder Swing).

PHP hat als Server-Erweiterung Popularität erlangt; mit Python kann man aber auch robuste Applikationen schreiben. Schauen Sie sich mal nach Zope (http://www.zope.org, http://www.zope.com), Eric (http://www.die-offenbachs.de/detlev/eric3.html) oder Wing IDE (http://archaeopteryx.com) um. Auf der Python-Seite finden Sie weitere Tipps und Anregungen.

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