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Windows-Freigaben nutzen
Stille Post
smbclient lässt sich übrigens auch als Kommunikationsmittel missbrauchen: Schickt man wie in Listing 4 eine Message an einen Windows-Rechner, geht dort ein Popup-Fenster auf, das die Nachricht enthält. Hinter der Option -M gibt man den anzusprechenden Windows-Rechner an; erlaubt dieser das Zustellen der Nachricht, tippt man einfach den Text ein und schließt ihn mit der Tastenkombination [Strg-D] ab. Die Admins von Samba-Servern erreichen Sie so in der Regel jedoch nicht: Wer diese Nachrichten-Funktionalität auf Linux-Seite sucht, sollte einen Blick auf LinPopup (http://www.littleigloo.org/downloads_002.php3) werfen.
Shares im Konqueror-Zugriff
Erscheint Ihnen smbclient auf der Kommandozeile zu umständlich, können Sie u. a. mit dem wunderbaren Browser und Dateimanager Konqueror auf Windows-Shares zugreifen. Hierfür müssen allerdings einige Pakete installiert sein, deren Namen von Distribution zu Distribution variieren. Bei einer aktuellen SuSE 8.1 benötigen Sie die RPM-Pakete samba-client (denn auch hier kommt hinter den Kulissen der smbclient zum Einsatz), kdenetwork3-lisa, kdenetwork3-lan und kdebase3-samba.
Hinter der ominösen Abkürzung LISa versteckt sich der "LAN Information Server" für KDE, ein Dämon-Prozess, der im Hintergrund das Netzwerk nach angebotenen Diensten abscannt. kdebase3-lisa und kdenetwork3-lan statten den Konqueror mit Plugins aus, die den einfachen Zugriff auf Windows-Shares ermöglichen.
Bevor LISa hinter den Kulissen werkeln kann, verlangt das KDE-Kontrollzentrum dem User jedoch einige Konfigurationsbemühungen ab (Abbildung 1). Am einfachsten gehen die von der Hand, wenn Sie im Reiter LISa-Dämon des Punktes Netzwerk / LAN-Browser den Button Geführte LISa-Einrichtung ..." benutzen (Abbildung 2). Lassen Sie nicht sich von den vielen abgefragten Zahlen abschrecken! Man muss "nur" wissen, welche IP-Adresse der eigene Rechner und welche Netzmaske das Netzwerk hat; in der Regel gibt der Assistent schon die richtigen Angaben vor. Im Zweifelsfall hilft der Admin weiter – selbst bekommen Sie die beiden Werte mit dem Kommando /sbin/ifconfig heraus.
Sobald alles konfiguriert ist, will LISa von root neu gestartet werden; wer selbst nicht Admin auf seinem Linux-Rechner ist, sollte daher vor dem Druck des Anwenden-Knopfs im Kontrollzentrum um Unterstützung suchen. (Bei manchen KDE-Installationen funktioniert die LISa-Konfiguration grundsätzlich nur mit root-Rechten.)
Wenn alles klappt, sieht man im Konqueror die Netzwerk-Umgebung und kann direkt auf Windows-Shares zurückgreifen. In der Adressen--Zeile tragen Sie dazu lediglich eine URL der Form
smb://rechner /share
ein; Abbildung 3 zeigt ein Beispiel.



