Teile und herrsche
Dateisysteme
User am Zügel
Dateien im MP3-Format sind eine feine Sache. Man kann sie hören, sehen, verwalten und sammeln. Und vor allen Dingen kann man eines damit tun: Speicherplatz auf der Festplatte verschwenden. Welche Hilfe gibt es, um als Administrator die sammelwütigen User im Zaum zu halten? Die Antwort lautet: Quota [1] einsetzen.
Quota erlauben es dem Systemverwalter, den verfügbaren Speicherplatz für Gruppen und einzelne Nutzer zu begrenzen. Diese Grenze kann fließend gezogen oder strikt festgelegt werden.
Quota überwachen jede Partition mit separaten Konfigurationsdateien und sind recht schnell eingerichtet. Im Netz finden Sie sowohl ein deutsches [3] als auch das Original-HOWTO in englischer Sprache [2]. Voraussetzung für die Verwendung von Quota ist freilich ein Kernel mit einkompilierter Quota-Unterstützung.
Da wir an diesem Ort nicht die komplette Konfiguration des Programmes erklären können, beschränken wir uns auf die Einträge in /etc/fstab. Um den verfügbaren Platz der Nutzer einzuschränken, wählen Sie die Option usrquota. Sie folgt der Option defaults und betrifft die /home-Partition:
/dev/hda5 /home ext2 defaults,usrquota 1 1
Wenn Sie usrquota durch grpquota ersetzen, unterstützt Quota die Gruppenverwaltung:
/dev/hda6 /usr ext2 defaults,grpquota 1 1
Sie können bei Bedarf beide Einstellungen auf eine Partition ansetzen:
/dev/hda6 /var ext2 defaults,usrquota,grpquota 1 1
Durch die Aufteilung einer Linux-Installation auf verschiedene Partitionen erreichen Sie eine Trennung von System- und User-Daten. So sind administrative Eingriffe, vom Quota-Einsatz bis zum Wechsel der Distribution, ohne größere Probleme möglich. Zusätzlich schont ein durchdachter Aufbau der fstab die Nerven des Administrators – auch und gerade zur Weihnachtszeit.



