Corel PhotoPaint 9

 Frage: Photopaint benötigt einen FontTastic-Server, welcher für glibc-2.1 und glibc-2.0 vorliegt.

Die Installation bei RedHat und Mandrake schlägt seit Umstellung auf glibc-2.2 fehl. Es muss aber einen Weg geben, bei SuSE ist sie erfolgreich, obwohl SuSE auch glibc-2.2 verwendet. Ich habe Photopaint mittels der zugehörigen Installationsroutine installiert. Erst beim Start und Zugriff auf Wine wird der FontTastic-Server bemängelt. Wie bekommt man auch bei diesen erstgenannten Distributionen Photopaint zum laufen?

[Jörn Eisenkrätzer via E-Mail]

 Antwort: Ursache bei diesem Problem sind nicht die glibc-Bibliotheken, sondern ein Konflikt mit einem bereits existierenden, symbolischen Link init.d im Verzeichnis /etc. Ähnlich zu den Verknüpfungen unter Windows handelt es sich bei einem symbolischen Link um eine Datei, die auf eine andere Datei oder ein Verzeichnis verweist. Unter RedHat und Mandrake zeigt der symbolische Link init.d auf ein Verzeichnis, das Skriptdateien beinhaltet, die beim Startvorgang des Linux-Systems ausgeführt werden. init.d wird von Red Hat bzw. Mandrake automatisch bei der Installation auf Ihrem System angelegt. PhotoPaint bringt im Fontserver-Paket denselben Link noch einmal mit und versucht den Vorhandenen zu überschreiben. Dieser Versuch schlägt auf den genannten Distributionen fehl und die Installation wird ohne eine Rückmeldung abgebrochen. Dieses Problem kann folgendermaßen behoben werden:

Installieren Sie PhotoPaint wie gewohnt. Öffnen Sie anschließend ein Terminalfenster und geben Sie den Befehl:

rpm -i --excludepath /etc <Pfad zum PhotoPaint-Installationsprogramm>/dists/redhat/i386/fonttastic-glibc-2.1-2000.06.22.14.00-1.i386.rpm

ein. Liegt das Setupprogramm z. B. im Verzeichnis /mnt/cdrom/PhotoPaint9, so lautet der Befehl:

rpm -i --excludepath /etc /mnt/cdrom/PhotoPaint9/dists/redhat/i386/fonttastic-glibc-2.1-2000.06.22.14.00-1.i386.rpm

Beachten Sie bitte hierbei die korrekte Eingabe der Leerzeichen.

Benutzen Sie eine ältere Distribution (ein Jahr und älter), die auf der alten glibc-Bibliothek 2.0 basiert, so müssen Sie im obigen Befehl die Ziffern 2.1 hinter glibc- gegen 2.0 austauschen. Sie sollten die Versionsnummer in der Dokumentation zu Ihrer Distribution finden.

Nach dem Betätigen der Eingabetaste erscheinen nun einige Fehlermeldungen, die Sie ignorieren können. Rufen Sie anschließend PhotoPaint, z. B. aus dem Startmenü auf. Hierbei versucht das Malprogramm zunächst den Fontserver zu starten, was zusätzlich in einem entsprechenden Fenster angezeigt wird. Nach einer weiteren Initialisierung sollte sich PhotoPaint einsatzbereit melden.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Test der englischen Version von Photo-Paint 9
    Als Dankeschön an die große Linux-Gemeinde hat man sich beim renommierten Grafik-Software-Hersteller Corel entschlossen, die Bildbearbeitungs-Software Photo-Paint 9 für Linux kostenlos im Internet zu veröffentlichen. Wir haben uns dieses Geschenk einmal etwas näher angesehen.
  • WordPerfect 2000 Tipps
    Gerade die Größe und Komplexität von Office-Software bringt es mit sich, dass man manchmal mit ganz banalen Dingen nicht weiterkommt und unter unglücklichem Software-Design zu leiden hat. Einige oft gestellte Fragen beantwortet die – nicht-tanzende – Büroklammer.
  • Workshop Corel PhotoPaint 9 - Ein Einstieg
    Corel verschenkt auf seiner Internet-Seite die englische Version der Bildbearbeitung "PhotoPaint 9" für Linux. Leider ist diese Alternative zu GIMP nicht besonders einsteigerfreundlich, dafür aber um so leistungsfähiger. Für all diejenigen, die sich in dem angebotenen Funktionsdschungel nicht zurecht finden, soll dieser Workshop eine kleine Einstiegshilfe bieten.
  • Tipps zu StarOffice und Wordperfect
    Gerade die Größe und Komplexität von Office-Software bringt es mit sich, dass man manchmal mit ganz banalen Dingen wie der Ochs vorm Scheunentor steht und unter unglücklichem Software-Design zu leiden hat. Einige oft gestellte Fragen beantwortet die – nicht-tanzende – Büroklammer.
  • Editorial
Kommentare

Infos zur Publikation

Lu07/2016: GIMP FÜR PROFIS

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Aktuelle Fragen

Mit Firewire Videos improtieren?
Werner Hahn, 09.06.2016 11:06, 5 Antworten
Ich besitze den Camcorder Panasonic NV-GS330, bei dem die Videos in guter Qualität nur über den 4...
lidl internetstick für linux mint
rolf meyer, 04.06.2016 14:17, 3 Antworten
hallo zusammen ich benötige eure hilfe habe einen lidl-internetstick möchte ihn auf linux mint i...
thema ändern
a b, 29.05.2016 16:34, 0 Antworten
Hallo Linuxer zuerst alle eine schönen Sonntag, bevor ich meine Frage stelle. Ich habe Ubuntu 1...
Ideenwettbewerb
G.-P. Möller, 28.05.2016 10:57, 0 Antworten
Liebe User, im Rahmen eines großen Forschungsprojekts am Lehrstuhl für Technologie- und Innova...
Welche Drucker sind Linux-mint kompatibel?
Johannes Nacke, 20.05.2016 07:32, 6 Antworten
Hallo Ihr Lieben, ich bitte um mitteilung welche Drucker Kompatibel sind mit Linux-Mint. LG Joh...