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Praktische Übungen mit K. im Büro

KOffice - Workshop

01.07.2001 In diesem letzten Teil unseres KOffice-Workshops soll es um die Komponente gehen, die seit unserem letzten Test in Ausgabe 12/2000 den größten Sprung in Sachen Funktionsumfang gemacht hat: das Präsentationsmodul KPresenter.

Workshop-Übersicht 

1. Textverarbeitung mit KWord (1): Ein Geschäftsbrief

2. Textverarbeitung mit KWord (2): Eine Zeitung

3. Tabellen und Diagramme mit KSpread und KChart

4. Grafiken und Bilder mit KIllustrator

Auch in diesem letzten Teil sollen alle Funktionen des Präsentationsprogramms KPresenter anhand eines kleinen Beispiels zum Mitmachen erläutert werden: Kain Anunk, Geschäftsführer eines namhaften Automobilherstellers, soll im Rahmen eines kleinen Vortrages zunächst die Firma selbst vorstellen und anschließend den Teilnehmern, einer Gruppe von Investoren, die nicht ganz so rosigen Geschäftszahlen des vergangenen Jahres schmackhaft machen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: An den Funktionsumfang, den z. B. StarOffice Impress bietet, kommt KPresenter zur Zeit noch nicht heran. Trotzdem lassen sich mit der KOffice-Komponente schon jetzt ansehnliche Präsentationen hervorzaubern. An dieser Stelle sei noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich alle Anwendungen des KOffice-Paketes, einschließlich KPresenter, noch in der Entwicklung befinden. Sie sollten deshalb keinem der Programme wichtige Daten anvertrauen und während der Arbeit Ihre erstellen Dokumente oft zwischenspeichern.

Gehirnschmalz

Bevor es jedoch richtig los geht, steht wie immer bei Präsentationen üblich, die Ablaufplanung. Auch wenn Sie selbst eigene Präsentationen erstellen möchten, sollten Sie sich stets ein paar Vorüberlegungen zur Struktur und dem Inhalt Ihrer Präsentation machen. Eine ausgiebige Planung kann später einiges an Korrekturarbeiten unnötig machen.

In Kain Anunks Fall soll die Präsentation zunächst mit einem Deckblatt beginnen, das das Thema des Vortrages enthält. Es folgt eine Folie, auf der stichpunktartig die Firma vorgestellt wird, und abschließend sollen auf einer letzten, dritten Folie die Geschäftszahlen präsentiert werden.

Um am Workshop teilnehmen zu können, sollten Sie nun KPresenter entweder über den KOffice-Arbeitsplatz (vgl. Teil 1 unseres Workshops in Ausgabe 03/2001) oder über das KDE-2-Startmenü unter Büroprogramme/KPresenter starten.

Abbildung 1: Die von KPresenter bereitgestellten, professionellen Vorlagen

Nachdem KPresenter geladen wurde, haben Sie die Möglichkeit, eine neue, leere Präsentation zu erstellen, eine bereits vorhandene zu öffnen oder eine neue Präsentation aus einer Vorlage zu generieren. Entscheiden Sie sich für eine Vorlage, so wird nach dem Klick auf OK die erste Folie Ihres Vortrages gemäß dem Inhalt der Vorlage erzeugt. Einige der Vorlagen enthalten bunte Hintergründe, während sich die "professionellen" Vorlagen nur auf Textfelder beschränken. Für Kain Anunks Beispiel wählen Sie die professionelle Vorlage 1-spaltig und klicken anschließend auf OK.

Buenos Días

KPresenter arbeitet wie die meisten Präsentationsprogramme mit sogenannten Dias oder Folien, nennt diese allerdings in unüblicher Terminologie "Seiten". Die Namen stammen aus der Zeit, als Präsentationen noch ohne Computerunterstützung auf transparenten Folien für einen Tageslicht-Projektor oder mit richtigen Dias per Dia-Projektor auf eine entsprechende Leinwand geworfen wurden. In den heutigen Präsentationsprogrammen findet man die Vorgehensweise von damals wieder: Der Anwender kann mehrere Folien anzulegen, auf denen dann jeweils die entsprechenden Texte, Bilder oder Grafiken wie auf einer herkömmlichen Folie angeordnet werden. Anschließend können diese Folien über einen geeigneten Drucker auf transparente Overhead-Folien ausgegeben werden oder direkt über das Programm präsentiert werden.

Darüber hinaus bietet die computergestützte Präsentation weitere interessante Möglichkeiten, die herkömmliche Folien nicht bieten: Zum Einen können Sie, sofern ein entsprechender Projektor zur Verfügung steht, ihre Präsentation direkt aus dem Computer auf eine Leinwand werfen. Damit aber noch nicht genug: Durch die Einsatzmöglichkeit von Animationen und Klängen innerhalb und zwischen den einzelnen Folien macht diese Präsentationsart aus einem langweiligen Vortrag ein multimediales Ereignis.

Abbildung 2: Das KPresenter-Fenster nach dem Öffnen der Vorlage

Wie bereits bemerkt, bezeichnet KPresenter Folien als Seiten; wir wollen diese Terminologie hier übernehmen. In unserem Beispiel sollte die erste Seite jetzt genau die Größe des Bildschirms haben, was Sie unter Extra/Seitenlayout überprüfen und ggf. auch korrigieren können. Falls Sie mit KPresenter nur einen Folienvortrag vorbereiten wollen, stellen Sie sinnvollerweise die Abmessungen der später verwendeten Folie ein. In der Regel entspricht dies dem DIN-A-4-Format (29,7 cm x 21 cm). Sollte es sich hingegen bei Ihrem Vortrag um eine Projektor-Präsentation direkt aus dem Computer handeln, so belassen Sie die Seitengröße in der Voreinstellung Bildschirm. Ein späterer Wechsel zwischen den verschiedenen Seitengrößen ist zwar jederzeit möglich, zieht aber in den meisten Fällen auch unangenehme Nacharbeiten an den bereits existierenden Seiten nach sich.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter www.tim-schuermann.de.


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LinuxUser 03/2012

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