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Sicher ist sicher

Grundlagen der Datensicherung

Backup-Software

Frei verfügbare Pakete [4] wie beispielsweise Kdat, Amanda, Burt oder Afbackup [1] des Autors sind hier ebenso interessant wie kommerzielle Software. Eine auszugsweise Auflistung von Backup-Programmen, die in diesem Heft nicht an anderer Stelle erwähnt werden, befindet sich in den Referenzen.

Grundsätzlich gilt bei der Auswahl einer Software dasselbe wie bei allen anderen Produkten. Wer Aussagen eines Herstellers einfach glaubt, geht ein Risiko ein. Auf eine Testinstallation sollte nach Möglichkeit nicht verzichtet werden. Dabei sollte man mit möglichst realistischen Randbedingungen testen. Die Probleme, die wirklich weh tun, treten erst bei höherer Komplexität unter Nutzung von Kombinationen von Features oder im Zusammenhang mit anderen Komponenten auf.

Bisweilen wird stillschweigend angenommen, dass bestimmte Funktionalitäten vorhanden sind, etwa dass ein Verify (also Vergleich des Inhalts der Sicherung mit dem Filesystem) möglich ist oder dass bei einer Archivierung beim anschließenden Lesen des Bandes ein solcher Vergleich stattfindet. Das muss aber nicht unbedingt so sein.

Der Index kann ein Problem sein

Eine typische Eigenschaft der meisten Produkte kann sich auch als Achillesferse herausstellen: Damit man bequem gezielt bestimmte Daten zur Wiederherstellung auswählen kann, verwalten die Systeme einen "Online-Index". In diesem ist die gesamte Struktur der gesicherten Verzeichnisbäume abgelegt. Mit einem passenden Programm können User oder Administratoren in den gesicherten Daten navigieren wie in einem File-Browser und eine Auswahl für das Restore treffen. Wenn hierbei dieselben Rechtebeschränkungen wirksam werden sollen wie beim Arbeiten im Filesystem, können auch die Permissionflags und Eigentümerschaften dort hinterlegt sein. Zusätzlich werden Informationen verwaltet wie Sicherungszeitpunkt, Lokation der Daten auf Bändern oder Flags, ob der Dateisystemeintrag wiederhergestellt werden soll.

Im Grunde wird hier eine Art Filesystem ohne Datenblöcke aufgebaut, aber mit zusätzlichen Informationen. Je mehr Einträge im zu sichernden Filesystem vorhanden sind, desto größer wird der Index. Wenn im Orginalverzeichnis nur leere Dateien oder Symlinks liegen, kann dieser Online-Index, der auch in einem Filesystem liegt, mehr Platz beanspruchen als die Originaldaten.

Infos

[1] Web-Seite zu afbackup incl. generellen HOWTO & FAQ: http://www.afbackup.org und ftp://www.vic.com/af

[2] Gelbe Infoseiten bei Transtec: http://www.transtec.de -> EDV-Katalog - [gelb]Information -> Massenspeicher

[3] Web-Seite mit allgemeinen Infos zu Backup und Storage: http://www.backupcentral.com

[4] Übersichten Backupsoftware für Linux: http://linux.tucows.com/conhtml/adm_backup.html und http://www.linux.org/apps/all/Administration/Backup.html

[5] Legato Homepage (Produkt "Networker"): http://www.legato.com

[6] Infos zum Budtool (gehört jetzt auch Legato): http://www.bdata.de/dataman/budtool/btslick.html

[7] Infos zu BRU: http://www.prologix.at/prod/est/index.html

[8] Veritas Homepage: http://www.veritas.com -> Products

[9] Webseiten zu ADSM von IBM: http://www.storage.ibm.com/storage/software/adsm/adsmhome.htm

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LinuxUser 06/2012

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