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Passend gemacht

Archive splitten und zusammenfügen

Grafisch

Natürlich gibt es für split und cat auch ein grafisches Frontend: Unter GNOME können Sie einen Blick auf gfilesplit (http://freshmeat.net/redir/gfilesplit/3230/url_tgz/gfilesplit-0.2.tar.gz, auch auf der Heft-CD) werfen. Das Programm lässt sich (GNOME-Entwicklungsbibliotheken und Compiler-Umgebung vorausgesetzt) nach dem Entpacken des Quellpakets im Linux-typischen Dreischritt aus ./configure, make und make install übersetzen und installieren.

Abbildung 2: gfilesplit erspart Ihnen unter GNOME den manuellen Aufruf von split und cat

Voreingestellt ist bei diesem Tool die Größe 1440 KB, passend für eine 3,5"-Diskette (Abbildung 2). Dateien dieser Größe können allerdings nicht mit cp auf eine gemountete Diskette geschrieben werden, da das Dateisystem einer 1,44-MB-Diskette nicht genügend Platz für eine so große Datei bietet; stattdessen muss hier mit dem Befehl

# dd if=datei of=/dev/fd0

direkt auf die Diskette selbst geschrieben werden. Eine so voll ausgereizte Diskette lässt sich auch nicht mehr mounten sondern kann nur mit dem umgekehrten dd-Befehl zurückgelesen werden. Für echte Backups werden Sie Disketten wegen der geringen Kapazität aber ohnehin in den seltensten Fällen einsetzen. Um wie gehabt 95-MB-Stücke zu erstellen, geben Sie im Feld Split size einfach "95m" ein.

gfilesplit verwendet übrigens eine andere Notation, um die gesplitteten Dateien kenntlich zu machen; anstelle von "aa", "ab" usw. wird hier dreistellig numerisch durchgezählt: "001", "002" usw.

Ein weiteres Frontend für split haben wir übrigens bereits in den K-tools von Ausgabe 04/2001 vorgestellt: karchivers (http://perso.wanadoo.fr/coquelle/karchiveur_en.shtml) Hauptaufgabe ist zwar die Bearbeitung aller möglichen Archive (gzip, bzip2, tar, lharc, arj und rar), aber eines seiner Features ist auch das Splitten und Zusammensetzen von Dateien.

So weit unsere kurze Übersicht über die Möglichkeiten, große Datenbestände auf kleine Medien zu verteilen. Dies wird in vielen Fällen eine günstigere Lösung als der Kauf eines Streamers sein, immer vorausgesetzt, dass Ihr Rechner bereits mit einem CD-Brenner oder ZIP-Laufwerk ausgestattet ist.

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Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


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LinuxUser 06/2012

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