"apt-get it on"
apt – Paketverwaltung für Nicht-RPM'ler
Upgrade – von Potato auf Woody
Woody ist der Nachfolger von Debian 2.2 (Potato). Hier gibt es viele Bugfixes und aktuelle Programme, die es in Potato noch nicht gab, z. B. XFree 4.0.2. Da es sich bei Woody noch um kein offizielles Release handelt, können Sie mit einem Inernet-Anschluss, ein paar Handgriffen und ein bisschen Geduld ganz einfach auf Woody upgraden:
- Bearbeiten der
/etc/apt/sources.list: Hier müssen Sie jedesstablegegen eintestingoderwoodyaustauschen. (Beispiel: Wenn der Eintrag vorherdeb ftp://ftp.uni-erlangen.de/pub/Linux/debian/ stable main non-free contribwar, so muss er nundeb ftp://ftp.uni-erlangen.de/pub/Linux/debian/ testing main non-free contribheißen.) - Update der Paket-Listen: Nachdem Sie nun also die Sourcen-Liste angepasst haben, müssen Sie nun die Paket-Listen erneuern. Dies geht mit
apt-get update. Es werden automatisch vom in der/etc/apt/sources.listangegebenen Mirrordie aktuellen Paket-Listen heruntergeladen. - Upgrade:
apt-get dist-upgradeWennapt-get updateseine Arbeit erledigt hat, können Sie nun das eigentliche Upgrade mitapt-get dist-upgradestarten.
Achtung: Oft kommt es vor, dass apt beim ersten Dist-Upgrade zwar alle Pakete herunterlädt, sie aber nicht korrekt installieren kann, weil voneinander abhängende Pakete noch nicht installiert sind. In dem Fall sollten Sie apt-get dist-upgrade einfach immer wieder neu starten, bis alle Pakete ordnungsgemäß installiert sind.
Upgrade – von Potato auf Sid
Bei Debian GNU/Linux gibt es nicht nur Potato als stable- und Woody als testing-Version. Für Entwickler und erfahrene Debian-Nutzer, die gerne auf dem allerneuesten Stand sein möchten, gibt es "Sid", die aktuelle unstable. Bisher gibt es dort weniger als fünf Prozent stable-Anwendungen. Viele aktuelle Programme funktionieren unter Sid noch gar nicht oder nicht zufriedenstellend. Wer ein zuverlässiges und stabiles System haben will oder wer im Umgang mit Linux noch nicht so geübt ist, sollte von Sid auf jeden Fall die Finger lassen und lieber Woody benutzen. Auch beim produktiven Einsatz, beispielsweise als Server, ist von Sid im Moment noch abzuraten.
Das Upgrade von Potato auf Sid funktioniert prinzipiell genauso wie das Upgrade von Potato auf Woody – zunächst wird die /etc/apt/sources.list angepasst (aus stable wird unstable), dann folgt apt-get update und zum Schluss apt-get dist-upgrade.



