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Im Schnellgang zum Schrotthaufen

Tipps zu Descent 3

01.06.2001
Das Actionspiel Descent 3 sorgt durch seine Bewegungsmöglichkeiten in alle Richtungen nicht nur für einen flauen Magen beim Spielen, sondern glänzt auch noch durch verdammt gemeine und intelligente Gegner. Im folgenden Artikel geben wir Ihnen erste Tipps, wie Sie die Roboter besser in den Griff bekommen, und helfen über die kniffligsten Rätsel.

Allgemeine Tipps:

  • Anfänger sollten zunächst auf den einfachsten Spielmodus umschalten. Auch wenn hierdurch die ersten Level auf den ersten Blick als zu simpel erscheinen, steigt der Schwierigkeitsgrad gerade in den späteren Levels doch relativ stark an.
  • Fahren Sie mit F3 das Cockpit hoch. Dadurch vergrößern Sie nicht nur Ihr Sichtfeld, sondern eliminieren auch gleichzeitig die irritierenden Spiegelungen der Glasscheibe.
  • Lernen Sie den Umgang mit der Karte (über die Tabulatortaste zu erreichen). Descent 3 verfügt über wenige, dafür aber sehr große, weitläufige Level. Die Karte kann deshalb sowohl bei der Orientierung, als auch beim Auffinden von Gegenständen eine entscheidende Rolle spielen.
  • Suchen Sie immer Deckung und pirschen Sie sich langsam an Ihre Gegner heran. Versuchen Sie keine "Kamikaze-Einsätze". Eine Ausnahme bilden hierbei die "Generatoren". Dies sind Wände oder Maschinen, die neue Roboter erzeugen können. Für jeden abgeschossen Roboter in der Umgebung wird ein neuer erzeugt. Hier hilft nur die "Augen zu und Durch"-Taktik. Sobald Sie auf einen Generator stoßen, sollten Sie zunächst Deckung suchen und dann Ausschau nach einem sicheren Platz hinter dem Generator halten.
  • "Hören" Sie auf Ihre Feinde: Die Roboter erzeugen ein für sie typisches Geräusch. Auf diese Weise können Sie schon von weitem feststellen, ob sich hinter der nächsten Ecke ein feindlicher Roboter befindet. Schalten Sie wenn nötig auch die Hintergrundmusik ab.
  • Unterschätzen Sie die Gegner nicht – die Roboter verfügen über ziemlich viel Intelligenz.
  • Fässer und Kisten können sehr nützlich sein. Diese explodierenden Gegenstände können nicht nur nette Bonus-Objekte wie Schutzschildkugeln oder Energiesterne enthalten, sondern auch dabei helfen, den Gegner auf elegante Weise zu erledigen. Warten Sie zunächst ab, bis sich das oder die gegnerischen Raumschiffe in der Nähe des Gegenstandes aufhalten und schießen Sie dann kurz auf die Kiste oder das Fass. Die Explosion sollte ausreichen, um mehrere Gegner gleichzeitig zu zerstören, zumindest aber wesentlich zu schwächen. Als erfreulicher Nebeneffekt sparen Sie mit dieser Vorgehensweise auch noch wertvolle Munition.
Abbildung 1: Ein gezielter Schuss auf die Kisten lehrt dem Roboter das Fürchten.
  • Zu den ärgerlichsten Gesellen gehören die sog. "Thief-Bots". Diese kleinen Wesen schleichen sich von hinten an Ihr Raumschiff an, klauen Ihre mühsam erbeuteten Waffen und setzen Sie auch noch gegen Sie selbst ein. Meistens merkt man erst zu spät, dass man von einem Thief-Bot erwischt wurde. Da diese Robotergattung ziemlich wendig ist, sollten Sie ihnen nicht nachfliegen, sondern zunächst einen Platz im Level suchen, an dem Sie einen großen Bereich überblicken können. Sie sollten dabei mit dem Rücken zur Wand, am besten in einer Ecke, ausharren. Äußerst hilfreich ist hier auch ein entsprechendes Versteck. Warten Sie dort, bis der Thief-Bot zurück kehrt, um Sie zu suchen. Sobald er sich Ihnen nähert, können Sie ihn direkt und wesentlich einfacher unter Beschuss nehmen. Auch wenn er wieder versucht auszureißen, sollten Sie in Ihrem Versteck oder Ihrer Position weiter ausharren, und ihm nicht allzu weit folgen. Auf diese Weise können Sie den Thief-Bot langsam aber sicher ausschalten. Diese Taktik funktioniert übrigens nicht in der Nähe der bereits angesprochenen Generatoren, die den Thief-Bot nach seiner Zerstörung mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder erscheinen lassen.
  • Falls Sie nicht wissen, wie und wo es weiter geht, schicken Sie einfach den Guide-Bot los (über die Taste F4). Er bringt Sie an das nächste Ziel. Lesen Sie auch immer alle Meldungen, die Ihnen der Kommunikator anzeigt. Sie dienen nicht nur zur Fortführung der Hintergrundgeschichte, sondern enthalten oft auch wertvolle Hinweise.
  • Nicht zu unterschätzen ist das "Virus"-Extra für den Guide-Bot. Es kann sehr effektiv sowohl bei Endgegnern, als auch beim Thief-Bot eingesetzt werden. Sie sollten daher mit diesem Extra überlegt umgehen.
  • Sofern Sie über die deutsche Windows-Version verfügen, können Sie die Linux-Version auch mit deutscher Sprachausgabe und deutschen Videos spielen. Dazu müssen Sie die Linux-Version zunächst ohne Videos installieren. Bevor Sie Descent 3 starten, legen Sie die CD-ROM der deutschen Windows-Version in Ihr Laufwerk und mounten diese. Innerhalb des Spiels erhalten Sie dann die deutsche Sprachausgabe nebst den deutschen Videos.
  • Sie sollten zum Spielen keine Desktop-Umgebung verwenden, die die Sound-Wiedergabe an sich reist. In diese Kategorien fallen z. B. KDE und Gnome. Da diese Desktops selbst den Soundpuffer verwalten, kann es während des Spieles zu kleinen, unschönen Stockungen im Spielablauf kommen.
  • Falls im Spiel Probleme auftauchen, sollten Sie einen Blick auf die Lokigames-Homepage werfen: Dort wird im Bereich Support ein Update für Descent 3 bereit gestellt. Die aktuelle Version trug bei Drucklegung die Nummer 1.4 (im Startbildschirm wird die Versionsnummer am rechten unteren Bildschirmrand eingeblendet).
  • Sollten Sie im Spiel gar nicht weiter kommen, helfen Ihnen vielleicht die folgenden Schummel-Codes. Sie werden während des Spiels blind über die Tastatur eingegeben. Beachten Sie dabei aber, dass nach der Aktivierung Ihr Punktestand auf 0 gesetzt wird und auch im Folgenden immer dort verharren wird.
  • burgergod – Sie werden unsterblich.
  • byebyemonkey – Sie sehen Ihr Raumschiff von hinten, nach erneutem Eingeben befinden Sie sich wieder im Cockpit.
  • deadofnight – Alle feindlichen Roboter im Level werden zerstört
  • framelength – Die Framerate (Anzahl Bilder pro Sekunde) wird. eingeblendet.
  • ivegotit – Sie erhalten alle Waffen, sowie maximale Energie und Schilde.
  • moreclang – Sie können zu einem beliebigen Level springen.
  • shananigans – Die Wände des Level sehen so aus wie auf der Karte.
  • teletubbies – Die Sonne in den Außenlevels zeigt ab sofort ein lachendes Gesicht.
  • testicus – Sie werden für Ihre Gegner unsichtbar.
  • treesquid – Die gesamte Karte wird freigeschaltet.

Des Rätsels Lösung

Level 1:

  • Ein Geheimraum befindet sich direkt am Eingang. Sobald Sie die Kontrolle über Ihr Schiff erlangt haben, neigen Sie die Nase des Raumschiffes etwas nach unten. Wenn Sie nun auf den Boden schießen, öffnet sich eine entsprechende Tür (vgl. Abbildung 2).
Abbildung 2: Etwas unterhalb des eingeblendeten Zielkreuzes befindet sich der Eingang zu einem Geheimraum

Level 3:

  • Um den Eingang im Tal mit dem Gewitter zu öffnen, müssen Sie die Türme an ihrem unteren Ende zerstören.
  • Gegen Ende des Levels sollten Sie sämtliche Steinhaufen zersprengen. Auf diese Weise öffnen Sie sich den Weg ins Freie.

Level 4:

  • Um die U-Bahn-Tunnel zu überstehen, benötigen Sie unbedingt den Kühler für den Nachbrenner (direkt am Anfang immer geradeaus bis zum Ende des Ganges fliegen). Zwischen den einzelnen Röhren gibt es jeweils Verbindungen, die es zu erreichen gilt. Innerhalb jeder Röhre finden Sie weitere Bahnsteige, auf denen Sie Pausen einlegen können. Diese Bahnsteige lassen sich aber nur unter vollem Einsatz des Nachbrenners erreichen. Immer wenn Sie an einem neuen Röhrendurchgang bzw. neuen Bahnsteig angekommen sind, sollten Sie die Züge beobachten: Diese fahren nach einem bestimmten Takt. Innerhalb dieser Takte gibt es immer eine größere Pause. Nur wenn Sie genau diese ausnutzen, können Sie gefahrlos die nächste Ruhezone erreichen. Insgesamt warten vier Röhren auf Sie, die es zu durchqueren gilt.
Abbildung 3: Diesen Bahnen sollten Sie im 4. Level nicht zu nahe kommen.

Level 5:

  • Konzentrieren Sie sich nur auf drei Reaktoren. Alle Reaktoren beschützen zu wollen, schlägt in der Regel fehl.

Level 6:

  • Dieser Level wartet gleich mit mehreren kniffligen Rätseln auf den Spieler. Gesamtziel ist es, die drei Artefakte zu ergattern, mit denen Sie das Tor zum Endgegner öffnen können.
  • Um in den Planeten zu gelangen, müssen Sie die beiden blinkenden Metallkästen, die auf der runden Stahlplatte angebracht sind, zerstören.
  • Sobald Sie im Untergrund sind, halten Sie sich zunächst äußerst links, bis Sie eine Lavawanne erreichen (vgl. Abbildung 4).
Abbildung 4: Oberhalb dieser Lavawanne liegt der etwas versteckte Weg ins Freie.

Über Ihr befindet sich ein Ausgang, der Sie wieder an die Oberfläche führt. Dort sind mehrere Ringe aufgestellt, die Sie in einer bestimmten Reihenfolge durchfliegen müssen.

Abbildung 5: Diese Ringe müssen Sie in einer bestimmten Reihenfolge durchfliegen.
  • Erkunden Sie diesen Level sehr genau. Gerade wegen seines etwas verwinkelten Aufbaus sollten Sie sich etwas Zeit nehmen und wirklich alle Nischen des Levels noch brauchbaren Gegenständen und Schaltern absuchen.
  • In einem Raum werden Sie viele Säulen vorfinden. Diesen Raum müssen Sie auf einem ganz bestimmten Pfad durchqueren. Wenn Sie vor der Tür stehen, nehmen Sie folgenden Weg, wobei vorausgesetzt wird, dass die Nase Ihres Gleiters immer in Richtung Wand mit dem Artefakt zeigt: vor, vor, rechts, rechts, vor, vor, links, vor, links, links, zurück, zurück, rechts, rechts, vor, vor, rechts, vor. Immer wenn Sie einen falschen Schritt machen, ertönt ein entsprechendes Zeichen und Sie müssen den Kurs noch einmal von vorne beginnen. Als Hilfe finden Sie an der Decke Pfeilmarkierungen, die Ihnen den richtigen Weg zeigen.

Level 8:

  • Um in den Planeten zu gelangen, müssen Sie den höchsten der drei Schornsteine verwenden. Fliegen Sie über ihn und warten Sie, bis sich dessen Tür öffnet. Zünden Sie den Nachbrenner und fliegen Sie bis zur Mitte des Schornsteins. Dort warten Sie kurz, bis der Dampf abgezogen ist, und fliegen dann weiter bis kurz vor die nächste Luke. Sobald sich diese öffnet, zünden Sie wieder den Nachbrenner.

Level 9:

  • Halten Sie sich von der Oberfläche fern. Fliegen Sie sofort unter den Steg, auf dem Ihr Raumschiff abgesetzt wurde, und fliegen Sie schnellstmöglich in die Bodenöffnung.

Das Zusatzpack "Mercenary" verwenden

Auch das Zusatzpack "Mercenary", das noch verbilligt bei einigen Versandhäusern oder innerhalb der Descent-3-Sammlung angeboten wird, können Sie unter Linux spielen. Dazu müssen Sie zunächst das Paket gemäß der beiliegenden Anleitung unter Windows installieren. Spüren Sie dann unter Linux das Verzeichnis Ihrer Descent-3-Installation auf, und kopieren Sie aus diesem die Datei merc.hog in das Descent-3-Verzeichnis der Linux-Version, sowie aus dem Unterverzeichnis movie die Dateien mi.mve und me.mve und aus dem Unterverzeichnis missions die Datei merc.mn3 in die entsprechenden gleichnamigen Unterverzeichnisse der Linux-Version. Bitte beachten Sie, dass Sie hierfür auf Ihrer Linux-Partition ca. 300 MB freien Speicherplatz benötigen.

Wenn Sie Descent 3 unter Linux starten und anschließend im Programm ein neues Spiel beginnen, erhalten Sie in einem Auswahlfenster die Möglichkeit, die neue Mercenary-Kampagne zu spielen.

Die mit Mercenary mitgelieferten Bonus-Karten können Sie ebenfalls unter Linux verwenden. Kopieren Sie dazu die folgenden Dateien aus dem Unterverzeichnis missions der Windows-Installation in das gleichnamige Unterverzeichnis unter Linux: bluedev.mn3, bluedev.txt, bside.mn3, bsidectf.mn3, chaos.mn3, havoc.mn3, kata12.mn3, kata12.txt, mayhem.mn3, poe.mn3, stonecutter.mn3, stonecutter.txt, tri-pod.mn3, tri-pod.txt.

Infos

[1] Lokigames-Homepage: http://www.lokigames.com

[2] Homepage von Descent 3 (Entwicklerteam): http://www.outrage.com

[3] Homepage von Descent 3 (Publisher): http://www.interplay.com/descent3/index.html

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