Workshop-Übersicht
1. Textverarbeitung mit KWord - Teil 1: Ein Geschäftsbrief
2. Textverarbeitung mit KWord - Teil 2: Eine Zeitung
3. Tabellen und Diagramme mit KSpread und KChart
4. Grafiken und Bilder mit KIllustrator
5. Präsentationen mit KPresenter
Grafiken und Bilder lassen sich im Computer auf zweierlei Arten darstellen. Zum einen kann man ein Bild in viele kleine Punkte, die sogenannten Pixel (englische Abkürzung für "Picture Element", deutsch Bildelement) zerlegen. Auf dieselbe Weise setzen übrigens auch Ihr Monitor und Ihr Drucker ein Bild zusammen. Leider enden Vergrößerungen dieser Raster- oder auch Bitmap-Bilder in ziemlich klobigen und unansehnlichen Blockstrukturen.
Bei der anderen Möglichkeit, die gerade im Bereich der technischen Zeichnungen sehr beliebt ist, werden die Bilder aus einzelnen geometrischen Elementen wie z. B. Linien oder Kreisen zusammengesetzt. Neben dem Vorteil, dass diese Vektorgrafiken ziemlich wenig Platz auf der Festplatte beanspruchen – man braucht lediglich die Lage und Größe der einzelnen Element zu speichern – kann man diese Grafiken auch um beliebige Faktoren vergrößern. Der Nachteil solcher Bilder liegt in ihrem oft ziemlich komplexen Aufbau: Fotos lassen sich auf diese Weise gar nicht oder nur erschwert darstellen.
Wir haben nur eins
In KOffice existiert nur ein vollständig auf Vektorgrafiken spezialisiertes Malprogramm namens KIllustrator. Ein für Rastergrafiken zuständiges Gegenstück ist beim KOffice-Team bereits in Arbeit und soll in der nächsten Zeit ebenfalls seinen Weg in das freie Office-Paket finden. Da es bis dahin noch etwas dauern kann, soll dieser Teil unseres fünfteiligen Workshops vollständig KIllustrator gewidmet sein. Neben der Tabellenkalkulation KSpread ist es übrigens eine der ausgereiftesten und stabilsten Komponenten der gesamten Office-Suite. Ebenfalls erfreulich ist auch die vollständig ins Deutsche übersetzte Online-Hilfe. Trotzdem sollten Sie nicht außer Acht lassen, dass sich KIllustrator, wie übrigens alle der im Office-Paket versammelten Anwendungen, noch in der Entwicklung befindet. Sie sollten dem Malprogramm daher noch keine wichtigen Daten anvertrauen.
Dennoch lohnt es sich, die Anwendung einmal näher kennen zu lernen, da gerade unter Linux derartige Vektormalprogramme rar sind.
Die Oberfläche
Um das folgende Smilie-Beispiel mitmachen zu können, sollten Sie KIllustrator über die KDE-Startleiste unter Büroprogramme/KIllustrator oder den KOffice-Arbeitsplatz (vgl. auch den ersten Teil dieses Workshops) aufrufen. Schließen Sie das nach dem Start erscheinende Fenster mit einem Klick auf OK, wodurch automatisch eine neue, leere Seite erstellt wird.
Im Gegensatz zu seinen anderen Office-Kollegen spart die Oberfläche mit überfrachteten Symbolleisten und wirkt insgesamt sehr aufgeräumt. Die Bedienung von KIllustrator orientiert sich an seinen kommerziellen, großen "Vorbildern" wie z. B. Corel Draw. Wer schon mit einem solchen Programm gearbeitet hat, wird sich auch bei KIllustrator schnell zurecht finden.
In der Mitte des Fensters sehen Sie die Zeichenfläche. Das große weiße Rechteck repräsentiert genau eine druckbare Seite. Alle Objekte, die wir im Folgenden anlegen werden, müssen sich immer auf dieser Seite befinden – außerhalb liegende Objekte werden von KIllustrator weder angezeigt noch mit ausgedruckt. Um die Seiteneinstellungen zu verändern, wählen Sie aus dem Menü Layout/Seite. Dort können Sie neben der Seitengröße auch ihre Ausrichtung und/oder die Größe etwaiger Ränder einstellen.
Doch zurück zur Oberfläche. Am oberen Rand, direkt unterhalb der Menüleiste, finden Sie eine Symbolleiste, die einen schnellen Zugriff auf die Datei- und Zwischenablagefunktionen bietet. Mit der Liste, die sich ungefähr in der Mitte der Symbolleiste befindet, lässt sich die Ansicht der angezeigten Seite vergrößern bzw. verkleinern. Am linken Rand des KIllustrator-Fensters existiert eine weitere Symbolleiste, die eine schnelle Auswahl der verschiedenen Mal- und Zeichenwerkzeuge erlaubt. Alternativ finden Sie alle hier aufgeführten Werkzeuge auch im Menü unter Werkzeuge wieder. Diese sind dort übrigens in der selben Reigenfolge wie ihre Symbolpendants angeordnet.
Die letzte noch nicht erwähnte Symbolleiste ist die am rechten Bildschirmrand angelehnte Farbpalette. Mit Ihrer Hilfe lassen sich die Farben der einzelnen Grafikelemente schnell und einfach ändern.



