Hallo Nachbar!
out of the box
Was gibt's?
Durch Anklicken eines Rechners sehen Sie, welche Freigaben auf diesem angeboten werden. Mit dem Back-Button kommen Sie grundsätzlich in die nächsthöhere Ebene der Verzeichnis-/Freigabestruktur. In Abbildung 4 ist der Inhalt der Freigabe mobil des Rechners SPHERE dargestellt.
Wenn dem xSMBrowser ein Dateityp bekannt ist, verwendet er ein spezielles Icon dafür. Sie können nun eine (anklicken) oder mehrere (Rahmen ziehen) Dateien und/oder Verzeichnisse auswählen. Die rechte Maustaste öffnet ein Kontextmenü, in dem verschiedene Aktionen für die Auswahl angeboten werden. Abbildung 5 zeigt beispielsweise das Kontextmenü für die Datei Fachbegriffe_der_Inf.html.
Die darin aufgeführte Aktion Open File ("Datei öffnen") lässt sich auch durch einen Doppelklick auf die Datei auslösen. Es folgt ein Vorschlag, mit welchem externen Programm die Datei geöffnet werden soll. Die Liste der externen Programme ist an anderer Stelle (Button Setup/Commands) erweiterbar. Weitere Punkte im Kontextmenü erlauben das Speichern der Datei, bei schreibbaren Freigaben auch das Löschen oder das Anlegen neuer Verzeichnisse und Dateien. Mit Power Transfer können Sie alle Dateien, die einem Muster mit Wildcardsgenügen, oder ganze Verzeichnisse rekursiv holen und dabei optional mit tareinpacken.
Im Keller versteckt
Ganz unten im Hauptfenster befinden sich die Buttons Mount und Unmount. Damit ist es möglich, die Freigaben anderer Rechner wirklich ins lokale Dateisystem einzuhängen. Als Mountpoint für die Freigabe aus Abbildung 4 wird ~/mnt/SPHERE/mobil vorgeschlagen und gegebenenfalls erzeugt. Sollte das Mounten fehlschlagen, können unzureichende Benutzerrechte für die Samba-Tools smbmount und smbumount der Grund sein. Hier helfen die folgenden (mit root-Rechten eingegebenen) Kommandos:
chmod 4755 `which smbmount` chmod 4755 `which smbumount`
Alles, was einmal gemountet war, ist in der History verzeichnet und kann darüber später schnell wieder angesprochen werden. xSMBrowser kann noch deutlich mehr, aber das herauszufinden, überlasse ich dem geneigten Leser…
Glossar
SMB
"Server Message Block", das Netzwerkprotokoll zur Freigabe von Dateien und Druckern unter Windows. Zum Sichten der Freigaben wird in der Windowswelt die Netzwerkumgebung ("Network Neighborhood") verwendet.
GNOME und KDE
Die beiden populären Desktop-Umgebungen unter Linux. Sie vereinheitlichen die Bedienung des Systems und integrieren viele Funktionen, haben dafür aber relativ hohen Ressourcenverbrauch.
Mirror
Die von den Distributoren betriebenen Server mit zusätzlichen oder aktualisierten Paketen sind in der Regel überlastet, so dass weitere Server den Inhalt der Originale spiegeln ("mirror"). So ist etwa http://ftp.tu-chemnitz.de ein deutscher Mirror für Red-Hat-Pakete.
kompilieren
Ein Programm ist in Quelltextform noch nicht vom Betriebssystem ausführbar. Erst durch das Kompilieren ("Übersetzen") mit einem Compiler wird daraus eine durch den jeweiligen Prozessor ausführbare Darstellung.
Skript
Ein Skript wird direkt von einem Interpreter (etwa bash bzw. sh für Shell- oder perl für Perl-Skripte) ausgeführt und muss vor der Ausführung nicht übersetzt werden.
Null-Device
Diese Gerätedatei schluckt einfach alles, was hineingeschrieben wird. Alle Ausgaben, die im Nirvana landen sollen, leitet man nach /dev/null um.
eingehängte Freigaben
Unter Unix-Systemen bekommen Datenträger keine Laufwerksbuchstaben, sondern werden ins Dateisystem eingehängt ("gemountet"). Ein dafür vorgesehenes Verzeichnis (der Mountpoint) dient zum Zugriff auf den Inhalt des Datenträgers.
Wildcards
Jokerzeichen, die das Angeben von Mustern für Dateinamen ermöglichen. Übliche Wildcards sind der Stern * (steht für beliebig viele – auch null – beliebige Zeichen) und das Fragezeichen ? (genau ein beliebiges Zeichen). So passt das Muster e*le.t?? auf die Dateinamen example.txt, ele.tex und eis.fuer.alle.tar, aber nicht auf eula.txt oder elle.tm.
tar
Der "tape archiver", das Standard-Archivierungsprogramm unter Unix. Mit ihm werden ganze Verzeichnisstrukturen zu einer einzelnen Datei verschmolzen, die z. B. auf Magnetband (daher der Name) geschrieben oder komprimiert werden kann.



