Mini-Distributionen, auch wenn sie im Schatten ihrer großen Schwestern oft weniger Beachtung finden, sind nützliche Werkzeuge: Von der Spezialdistribution, die von Systemadministratoren gern zur Diagnose und Fehlerbeseitigung eingesetzt wird, bis hin zum nahezu vollständigen Linux-Desktop für ältere Hardware reicht die Bandbreite (siehe auch den Kasten "Andere Mini-Distributionen").
HAL91 ist auf etwas betagtere Rechner spezialisiert und bietet sich als Spielwiese für all diejenigen an, die ihr System gern auch ohne grafische Werkzeuge beherrschen möchten. Auch als Notsystem oder allgemeine Installationsdiskette lässt sich diese Distribution (mit ein wenig Handarbeit) verwenden.
Die Voraussetzungen, um HAL91 laufen zu lassen, fallen entsprechend gering aus: Vom 80386-Prozessor aufwärts und mit mindestens 8 MByte RAM ausgerüstet, lässt sie sich starten. Wichtig war den Entwicklern auch, kein hochformatiertes Diskettenformat zu verwenden, da einige Laufwerke damit Probleme haben.
HAL91 wurde von Øyvind Kolås entwickelt und wird seit Januar 2000 von mir (Christian Perle) weitergepflegt.
Was wird gebraucht?
Auf der HAL91-Homepage http://home.tu-clausthal.de/~incp/hal91/ finden Sie das Disk-Image hal91.img. Für den Fall, dass Sie noch kein Linux auf Ihrem Rechner haben und von DOS/Windows auf installieren müssen, befindet sich dort auch das DOS-Programm rawrite2.exe. (Beide Dateien finden Sie auch auf der Heft-CD.)
Wie wird installiert?
Da wir es mit einem vorgefertigten Disketten-Image zu tun haben, müssen wir nicht mehr tun, als dieses auf eine formatierte Diskette zu schreiben. Wenn Sie bereits über ein lauffähiges Linux verfügen, reicht der folgende (vom Administrator root einzugebende) dd-Aufruf aus:
dd if=hal91.img of=/dev/fd0
Unter DOS/Windows benutzen Sie stattdessen rawrite2.exe:
rawrite2 -f hal91.img -d a:



