Workshop-Übersicht
1. Textverarbeitung mit KWord - Teil 1: Ein Geschäftsbrief
3. Tabellen und Diagramme mit KSpread und KChart
4. Grafiken und Bilder mit KIllustrator
5. Präsentationen mit KPresenter
Um Ihnen die Materie nicht ganz so trocken servieren zu müssen, wollen wir auch dieses Mal die Arbeits- und Funktionsweisen von KWord an einem kleinen Beispiel zum Mitmachen erläutern. Im Folgenden wird dazu das Titelblatt der Zeitschrift "Das Frankental-Echo" erstellt. Diese Seite wird dabei über eine große Überschrift, zwei Spalten Fließtext und einen Blickfang in Form einer kleinen Grafik verfügen. Bevor es jedoch mit dem Workshop in die zweite Runde geht, möchten wir noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass sich KWord noch in der Entwicklung befindet und daher Abstürze, insbesondere bei den im Folgenden behandelten Layout- bzw. Rahmenfunktionen, nicht besonders selten sind. Sie sollten daher Ihre Dokumente oft zwischenspeichern und KWord generell keine wichtigen Daten anvertrauen (vgl. auch den ersten Teil unseres Workshops).
Wie beim Frankental-Echo
In KWord werden alle Elemente wie Grafiken, Formeln, Tabellen und selbst Texte jeweils in einem eigenen, für sie passenden Rahmen abgelegt. Diese im Gegensatz zu anderen Textverarbeitungsprogrammen etwas ungewöhnliche Vorgehensweise ist immer dann von großem Vorteil, wenn Sie ein komplexeres Dokument wie z. B. eine Vereinszeitschrift gestalten wollen. Bei einer herkömmlichen Textverarbeitung stehen Sie z. B. vor einem Problem, wenn Sie nachträglich einen Textkasten in Ihr Dokument einbauen wollen. Beispiele für diese zusätzlichen Kästen finden Sie in großer Zahl im LinuxUser und im Linux-Magazin. Falls Sie die Arbeitsweisen von KWord mit denen einer herkömmlichen Textverarbeitung vergleichen wollen, sollten Sie probehalber den zu diesem Artikel zugehörenden Kasten "Der Rest vom Schützenfest" nachbauen. Unter KWord müssen Sie hierfür lediglich über Werkzeuge/Textrahmen erstellen einen neuen Textrahmen erstellen, diesen an die gewünschte Position und in die richtige Größe ziehen und schließlich nur noch den gewünschten Text eingeben. Im Gegensatz zu anderen Textverarbeitungsprogrammen werden unter KWord die dabei zur Verfügung stehenden Formatierungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten nicht beschränkt. Es lassen sich somit sämtliche bereits im Beispielbrief vom letzten Teil angesprochenen Funktionen (vgl. LinuxUser 03/2001) auf jeden in einem Rahmen befindlichen Text anwenden. Auch wenn KWord seine Arbeitsweise im ersten Workshop-Teil geschickt kaschiert hatte, wurde bereits dort der Text in einen – wenn auch nicht löschbaren – Textrahmen eingegeben.
Gerade beim Erstellen einer Zeitung oder Zeitschrift kann es von Vorteil sein, anstelle eines einzigen, großen Rahmens mit mehreren, in Spalten angeordneten, kleineren Textrahmen zu beginnen. Durch die Bereitstellung geeigneter Vorlagen bietet KWord auch hier einen idealen Ausgangspunkt.
Um den Workshop nachvollziehen zu können, sollten Sie nach dem Start von KWord über Datei/Neu ein solches mehrspaltiges Dokument anlegen. Wählen Sie hierzu auf dem Register Publishing die Vorlage Einfach. Wie Sie nun sehen können, hat KWord ein neues Dokument mit drei Textrahmen erstellt, deren Anordnung dem typischen Layout einer Zeitschrift bereits ziemlich nahe kommt.
Modusgewirr
Wie schon im letzten Teil angesprochen, arbeitet KWord mit zwei verschiedenen Eingabe-Modi. Im sog. "Textbearbeitungs-Modus" können Sie Ihren Text in die entsprechenden Rahmen eingeben, wohingegen Ihnen der "Rahmenbearbeitungs-Modus" die Modifikation des Dokumentenlayouts, also die Anpassung der Größe und Position eines jeden Rahmens ermöglicht.
Nach dem Start befindet sich KWord standardmäßig im Textbearbeitungs-Modus, erkennbar an dem eingeschalteten, obersten Symbol in der Werkzeugleiste am linken Rand. Erscheint hingegen das zweite Symbol von oben hervorgehoben, so ist der Rahmenbearbeitungs-Modus aktiviert. Da wir in unserem ersten Schritt den Titel "Das Frankental-Echo" einfügen wollen, sollten Sie über Werkzeuge/Rahmen bearbeiten in den gleichnamigen Modus wechseln. Alternativ führt auch ein Klick auf das bereits angesprochene Symbol in der Werkzeugleiste zum gewünschten Ziel.



