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Mit Linux vorkonfigurierte Rechner

Wahlfreiheit erwünscht!

So hoffnungsfroh das zunehmende Angebot von vorkonfigurierten Linux-Paketen auch stimmen mag. Man darf dabei nicht außer Acht lassen, dass die Masse der PCs über die Ladentheke von Großhandelsketten wie Karstadt, Saturn-Hansa, Media-Markt und Vobis wandert. Letztgenannte Kette bietet zwar seit kurzem auch einen (einzelnen) Rechner an, der mit SuSE Linux vorkonfiguriert ist, solange es sich dabei aber nur um zeitlich begrenzt eingeführte Einzelpakete handelt, die in der Masse der Windows-only Angeboten untergeht, hängt der Einsatz von Linux als Desktop-Betriebssystem weiterhin von der Neugier und Bereitschaft einer (sicherlich zunehmenden) Minderheit von Desktop-Anwendern ab.

Wenn es aber für die Zusammensteller von Komplettsystemen selbstverständlich werden würde, dass nur solche Hardware-Komponenten in einen Komplett-PC eingesetzt werden dürfen, für die es nicht nur Windows-, sondern auch Linux-Treiber gibt, dann würde sich auch der Druck auf die Hersteller solcher Hardware-Komponenten erhöhen, für ihre gesamte Produktpalette optimierte Linux-Treiber zu entwickeln. Was spricht in Zeiten der kostenlosen Verfügbarkeit von USB-Backport-Treibern, 3D-beschleunigtem XFree86, KDE 2 und einem Profipaket wie StarOffice (Bundle!) eigentlich noch gegen eine gleichberechtigte Behandlung von Linux als Desktop-Betriebssystem?

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LinuxUser 06/2012

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