Krandioses Office?
Office-Paket KOffice
KChart
In die gleiche Kategorie fällt das kleine Hilfsprogramm KChart, das die Visualisierung von Tabellendaten in Form von Diagrammen übernimmt. Das Modul selbst ist nur für die Darstellung von bereits vorliegenden Tabellen gedacht und dürfte im täglichen Gebrauch deshalb wohl vorwiegend aus der Textverarbeitung oder der Tabellenkalkulation aufgerufen werden.
Gelungenes Debut
KOffice hält sein Versprechen und integriert sich perfekt in den KDE-2-Desktop. Die im Vergleich zur (kommerziellen) Konkurrenz sehr hohe Ausführungsgeschwindigkeit macht KOffice zu einer kostenlosen Alternative zu "Applixware Office".
Der große Haken ist der noch magere Leistungsumfang, der leider am unteren Ende aller Office-Pakete anzusiedeln ist. In dieser Hinsicht lässt sich KOffice am ehesten mit "Applixware Office" vergleichen, gegen das mittlerweile als Open-Source veröffentlichte StarOffice kommt das Paket aber bei weitem noch nicht an. Gerade die noch fehlenden Dateifilter und das neue, eigene Speicherformat erschweren einen Austausch von bereits vorliegenden Dokumenten. Die Filter-Eigenschaften gehören aber zu den zentralen Kriterien für die breite Akzeptanz eines Office-Paketes. Da auf der Homepage bereits angekündigt wurde, dass sich der Funktionsumfang bis zur finalen Version nicht mehr ändern wird, bleibt für die nächsten Versionen gerade in dieser Hinsicht noch einiges zu tun.
Trotzdem ist es erstaunlich, was nicht-kommerzielle Programmierteams auf die Beine stellen können, denn um im Heimbereich mal eben einen Brief zu schreiben oder kleine Dinge berechnen zu lassen, eignet sich KOffice allemal. Wir sind jedenfalls gespannt, wie sich KOffice in der kommenden Zeit weiterentwickeln wird.
Wir halten Sie selbstverständlich über die weiteren Entwicklungen rund um dieses vielversprechende Office-Paket auf dem Laufenden.
Glossar
Drag-and-Drop
"Aufnehmen und Fallenlassen" - beschreibt eine Arbeitstechnik von grafischen Benutzeroberflächen, die den Umgang mit dessen Elementen erleichtern soll. Dabei können die einzelnen Elemente, wie z. B. Textdateien, mit der Maus aufgenommen und über einem Ziel, z. B. der Textverarbeitung "fallengelassen" werden, die ihrerseits dann das Dokument automatisch zur Bearbeitung öffnen würde.
DTP
Abkürzung für "Desktop-Publishing" - Setzen des Seitenlayouts (von z. B. Zeitungs- oder Zeitschriftenseiten) mit Hilfe des Computers.



