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Fingerübung

out of the box

Auf geht's

Nach abgeschlossener Installation wird das Programm aus einem X-Terminal mit

tipptrainer &

gestartet. Es erscheint eine Auswahl, mit der man entweder einen gespeicherten Kurs laden oder von vorne beginnen kann (Abbildung 1). Wir wählen den Neubeginn aus.

Abbildung 1: Aller Anfang…

Nach weiteren Fragen zum Namen und Schwierigkeitsgrad startet die erste Lektion des Kurses. Das nun erscheinende Fenster sollte horizontal geteilt sein (Abbildung 2). Im oberen Teil ist die einzutippende Vorlage dargestellt, um unteren tippt man. Sowohl oben als auch unten gibt es einen Cursor, der die Schreibposition anzeigt. Tippfehler werden gnadenlos gezählt und im unteren Teil zudem rot markiert.

Abbildung 2: Schon vertippt…

Für die Lektion läuft außerdem eine Uhr mit, die später zum Ermitteln der Anschläge pro Minute dient. Natürlich lässt sich bei einer Lektion durch den Menüpunkt Datei -> Lektion unterbrechen auch eine kurze Pause einlegen, falls die Welt untergeht oder das Teewasser kocht. Haben wir dann die gesamte Vorlage der Lektion abgetippt, erscheint zum Abschluss die Lektionsauswertung, die uns darüber aufklärt, ob und wieviele Fehler wir gemacht haben. Bei zu vielen Fehlern muss die Lektion wiederholt werden, ansonsten geht es zur nächsten (Abbildung 3).

Abbildung 3: Nochmal Glück gehabt

Auch fremdsprachig kann sich der Tipptrainer präsentieren. Der Menüpunkt Optionen -> Einstellungen... lassen sich Sprache und Tastaturbelegung zwischen Deutsch und Englisch umschalten (Abbildung 4). Danach ist allerdings ein Neustart des Programms nötig.

Abbildung 4: Sprachauswahl

Entwicklung

Was die niedrige Versionsnummer schon erahnen lässt: Am Ende seiner Entwicklung ist der Tipptrainer noch lange nicht angekommen. Die Autoren werden in Zukunft die Lektionen noch erweitern. Dazu entsteht gerade ein Zusatzprogramm, mit dem sich Lektionen einfach erstellen lassen. Auch werden die Schwierigkeitsgrade noch weiter ausgebaut. Doch bis dahin hacken Sie sicher schon viel schneller und fehlerfreier auf Ihrer Tastatur herum als heute.

Glossar

Bibliothek

Dateien, die eine Sammlung nützlicher C-Funktionen für bestimmte Zwecke enthalten. So gibt es etwa die libm, die mathematische Funktionen bereit stellt, oder die libXt, die Funktionen zur Programmierung des X11-Fenstersystems enthält. Oft werden Bibliotheken von mehreren Programmen gemeinsam ("shared") genutzt.

RPM

Der "Red Hat Package Manager". Mit ihm können Softwarepakete sauber und unter Berücksichtigung von Abhängigkeiten installiert und deinstalliert werden.

URL

"Uniform Resource Locator", die eindeutige Adresse einer Ressource im Netz. In der URL ist auch das Übertragungsprotokoll angegeben, z. B. http://www.linux.de/links/Distributionen/ oder ftp://ftp.gwdg.de/linux/mirrors/.

GTK

Das "Gimp Toolkit", eine Bibliothek, die das Erstellen von Menüs und Dialogboxen unter X11 erleichtert. Diese Bibliothek wurde zunächst für das Grafikprogramm Gimp geschrieben, ist aber inzwischen Grundlage für viele andere Programme.

Tarball

tar ist ein unter Unix übliches Archivierungstool. Eine damit zu einem File zusammengepackte Dateiansammlung, im Slang Tarball genannt, trägt meistens die Dateiendung .tar.gz oder .tgz. Diese rührt daher, dass solche Archive zuerst mit dem Programm tar zusammengefasst und dann mit dem Programm gzip komprimiert werden.

X-Terminal

Programme für das X-Window-System, die ein Textterminal nachahmen. Verbreitete X-Terminals sind xterm, kvt und gnome-terminal.

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LinuxUser 06/2012

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