VMware-Grafiktreiber

Da bei der Installation von VMware nur eine Standard-VGA-Grafikkarte erkannt wird, präsentiert sich Windows beim ersten Start in einer unbefriedigenden 640x480-Auflösung. Diese Betriebsart hat neben der viel zu kleinen Oberfläche noch weitere Nachteile: Sobald Sie erstmals in das VMware-Fenster geklickt haben, bleibt die Maus dort gefangen – Sie können dann den Windows-Mauszeiger bewegen, können das Fenster aber nicht mehr verlassen (für den Anfang können Sie die Maus mit der Tastenkombination [Strg-Alt-Esc] "befreien"). VMware besitzt aber spezielle Treiber für Windows 95/98/NT 4.0/2000, mit denen sich wesentlich komfortabler arbeiten lässt. Diese sind auf einer Diskette gespeichert, die VMware auf Wunsch bereitstellt: Wählen Sie dazu den Menüpunkt Settings/VMware Tools Install (s. Abb. 6). Nach einem Warnhinweis führen alle folgenden Zugriffe auf das Diskettenlaufwerk "A:" nicht mehr auf eine evtl. eingelegte Diskette sondern auf eine virtuelle Treiberdiskette. Gehen Sie nun durch die unter der gewählten Windows-Version übliche Prozedur zur Installation einer neuen Grafikkarte und wählen Sie von der Diskette den passenden Treiber aus. Nach einem Neustart der VMware-PCs können Sie eine höhere Auflösung einstellen. Installieren Sie zudem die VMware-Tools unter Windows, die ein Icon in die Windows-Startleiste integrieren, über das Sie VMware den Zugriff auf CD und Diskette erlauben oder nehmen können.

Abbildung 6: Die VMware-Tools-Diskette "einlegen"…

Netzwerk

VMware startet, wenn Sie bei der VMware-Konfiguration ganz am Anfang (vmware-config.pl) eine der Optionen Host-only Networking oder Bridged Networking gewählt haben, automatisch einen DHCP-Server, über den das installierte Windows automatisch eine IP-Adresse beziehen kann. Dazu müssen Sie Windows natürlich sagen, dass es im "lokalen Netz" nach einem solchen Server suchen soll. Unter Windows 95/98 und NT 4.0 klappt dies auch ganz ausgezeichnet: In der Testkonfiguration mit NT 4.0 hatte der Linux-PC die IP-Adresse 192.168.0.4 (im lokalen Netz 192.168.0.*) sowie zusätzlich die speziell für VMware konfigurierte Adresse 192.168.2.1; NT erhielt in der Emulation vom DHCP-Server die Adresse 192.168.2.128 zugeteilt, und es war sofort z. B. ein Telnet auf den Linux-Rechner möglich; über einen unter Linux laufenden WWW-Proxy (z. B. wwwoffle oder squid) war auch das Surfen im Internet möglich; lediglich Windows 2000 verweigerte bei unseren Tests die Zusammenarbeit und konnte den DHCP-Server offenbar nicht finden. Ob der DHCP-Server überhaupt angesprochen wurde und eine IP-Adresse vergeben hat, lässt sich dabei leicht feststellen: In der Datei /etc/vmware/vmnet1/dhcpd/dhcpd.leases finden Sie für jede vergebene IP-Adresse einen Eintrag der Form

lease 192.168.2.128 {
    starts 0 2000/09/03 23:25:18;
    ends 0 2000/09/03 23:55:18;
    hardware ethernet 00:50:56:c0:67:33;
    uid 01:00:50:56:c0:67:33;
    client-hostname "VMWARE";
}

Ist die Datei hingegen (bis auf einige mit "#" beginnende Kommentarzeilen) leer, wurde keine Adresse vergeben. Unter den meisten Windows-Versionen können Sie zudem in einem COMMAND.COM-Fenster mit dem Befehl

C:\> route print

feststellen, ob eine IP-Adresse vergeben wurde. Taucht dort nur die Standard-IP-Adresse 127.0.0.1 (localhost) auf, hat es nicht geklappt. Richtig sieht es aus wie in Abb. 7.

Abbildung 7: Hier zeigt "route print" auch die vom DHCP-Server vergebene IP-Adresse 192.168.2.128 an

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