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Pinguine in der dritten Dimension

3D-Power unter Linux

Im Vergleich

Die Elsa Gladiac ist beim 2D-Leistungstest (siehe Tabelle 2) etwa doppelt so schnell wie die etwas angestaubte Voodoo3 3000. Bei den allermeisten 2D-Spielen hat dies aber keinen Einfluss auf den Fun-Faktor, ebenso wie mit der Matrox G400, die sich etwa in der Mitte ansiedelt. Allerdings zeigte dieses Produkt beim Athlon-System einen deutlichen Leistungsrückgang gegenüber seinem Erzfeind, während die 3dfx-Karte bei 24 Bit gar nicht erst arbeiten wollte.

Bei First-Person-Action-Shootern zählt jeder Frame pro Sekunde. Hier schlägt der Gladiator aus dem Hause Elsa seine Konkurrenten um Längen. Insbesondere der Treiber der Matrox G400 bleibt weit hinter den Fähigkeiten der Karte zurück. In Abbildung 1 sieht man übrigens recht deutlich, dass bei geringen Auflösungen schwächere Prozessoren mit dem NVidia-Flaggschiff nicht mithalten können – bei einer Auflösung von 1024x768@32 liegen alle drei Testsysteme gleichauf bei gut spielbaren 52 fps. Schade nur, dass die Stabilität des NVidia-Treibers nur auf den Pentium-III-Rechnern überzeugen konnte: Bei einem weiteren Athlon- und einem Celeron-Testsystem waren Systemabstürze keine Seltenheit.

Abbildung 1: Bei niedrigen Auflösungen kommt der schwächere Pentium III dem NVidia-Flaggschiff nicht mehr hinterher

Fazit

Als robuste 2D-Karte für Linux empfiehlt sich die Matrox G400. Der mit Abstand schnellste 3D-Chip im Test verträgt sich noch nicht mit jedem System und lässt den Kauf einer NVidia-basierten Grafikkarte zum Glücksspiel werden – deshalb kann ein Griff zur bewährten Voodoo3 viel Nerven sparen.

Für den Anfänger empfiehlt sich eine Installation von Treibern, die als RPM-Paket vorliegen. Hier reicht ein einziger Befehl, und der Spielespaß kann beginnen. Dass dabei Leistungseinbußen hinzunehmen sind, wird durch die Tatsache wieder aufgewogen, dass anschließend das grafische Login noch funktioniert und andere X-Anwendungen wie gewohnt starten.

Für die etwas fortgeschritteneren Anwender ist die Installation der Grafikarte ein vielleicht willkommener Anlass, sich etwas eingehender mit dem Innenleben des X-Servers auseinanderzusetzen. Aber Vorsicht – hier sollte jeder Schritt genau überlegt werden, und es empfiehlt sich auch, die Dokumentation lieber einmal mehr als einmal weniger zu lesen.

Insgesamt hat die Unterstützung der 3D-Karten unter Linux einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht, so dass nun langsam aber sicher auch eingefleischte Spieler darüber nachdenken dürfen, ob sie nicht auf eine stabile Grundlage wechseln – mit künftigen Distributionen dürfte dann auch die lästige Treiberinstallation der Vergangenheit angehören.

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