Wie steht es mit der Sicherheit?

Natürlich sind die LTOOLS eine potentielle Sicherheitslücke. Jedermann, der die LTOOLS auf einem Rechner starten kann, kann im Linux- Dateisystem auf diesem Rechner beliebige Änderungen vornehmen, z. B. Zugriffsrechte von Dateien oder deren Besitzer ändern, Passwortdateien austauschen usw.. Das geht allerdings mit jedem gewöhnlichen Diskeditor auch, mit den LTOOLS ist es vielleicht nur ein wenig komfortabler. Wirklich gefährlich kann es aber nur werden, wenn der Rechner unter DOS/Windows 9x arbeitet. Unter Windows NT braucht der Anwender zumindest Administratorrechte, sonst kann er die Festplatte noch nicht einmal lesen. Unter Unix kann auch nichts passieren, wenn die Zugriffsrechte auf die "Raw devices" /dev/hda, hda1, … für den Normalanwender gesperrt sind, wie bei Standardinstallationen üblich.

Im übrigen sind die LTOOLS ja Open Source. Wenn Sie den Schreibzugriff für zu gefährlich halten, kommentieren Sie in main.c einfach das Abfragen des Kommandozeilenparameters -write aus. Wenn Ihnen das nicht ausreicht, dann bauen Sie einfach auch zum Lesen einen Passwortmechanismus ein.

Wettbewerber?

Die LTOOLS sind natürlich nicht die einzige Möglichkeit, auf Linux-Dateien unter Windows zuzugreifen. Schon historisch, nämlich von 1996, ist Claus Tondering's Ext2tool [2], ein Satz von Kommandozeilenprogrammen, der aber leider nur Lesezugriff erlaubt und unter Windows NT nicht funktioniert. Darauf aufbauend hat Peeter Joot 1997 eine Windows-NT-Version, aber ebenfalls nur mit Lesezugriff, realisiert [3]. Beide Tools sind in C geschrieben und im Quellcode erhältlich.

Mit einer schicken graphischen Oberfläche ist Explore2fs von John Newbigin ausgestattet, das unter Windows 9x und Windows NT läuft [4]. Die Funktionalität insgesamt ist ähnlich wie bei den LTOOLS, wenn deren JAVA- Oberfläche LTOOLgui eingesetzt wird. Auf UNIX-Systeme oder andere Plattformen dürfte es, da in Delphi geschrieben, dagegen nur schwer portierbar sein.

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