Distributionsabhängige ISDN-Konfiguration für den Verbindungsaufbau

Je nach Distribution stehen Ihnen verschiedene Konfigurationsprogramme für die Einrichtung Ihres ISDN-Zugangs zur Verfügung. Unter SuSE Linux können Sie diese beispeilsweise sehr einfach über das Administrations-Tool yast vornehmen. Die Einstellungsmöglichkeiten finden Sie dort unter Administration des Systems/Hardware im System integrieren/ISDN-Hardware konfigurieren. Dort können Sie dann die von Ihnen verwendete Karte samt Adressierung und das eingesetzte ISDN-Protokoll angeben. Darüber hinaus müssen Sie unter SuSE Linux noch ein passende Netzwerk-Gerät einrichten. Dazu wählen Sie in yast unter Netzwerk konfigurieren die Option Netzwerk Grundkonfiguration aus. Mit [F5] erstellen Sie dort eine neue Netzwerk-Gerätedatei für Ihre ISDN-Karte. Als Protokoll müssen Sie dort syncPPP auswählen. Im Einzelfall hängt dies allerdings von Ihrem Provider ab. Die weiteren Provider-Angaben für den Verbindungsaufbau legen Sie dann im Untermenü ISDN fest.

Unter Red Hat Linux können Sie die Konfiguration dagegen beispielsweise über das grafische Frontend isdn-config vornehmen, das grundlegend sehr ähnlich aufgebaut ist wie kISDN. Auch dort steht Ihnen bereits eine umfangreiche Datenbank mit unzähligen nationalen und internationalen Internet Providern zur Verfügung. Die Einrichtung verläuft dort ähnlich wie unter kISDN. Wesentliche Unterschiede liegen vor allem im Bereich der Menüstruktur.

Kernel-Konfiguration

Für eine direkte Einbindung der ISDN-Unterstützung in den Kernel ist es nötig, diesen neu zu konfigurieren und zu kompilieren. Dazu wechseln Sie in das Verzeichnis /usr/src/linux. Dort geben Sie dann den Befehl

make xconfig

ein. Die nötigen Einstellungen finden Sie dort unter ISDN-Support. Mit der Einstellung "m" (module) können Sie dort dafür sorgen, dass Sie die ISDN-Unterstützung zukünftig modular aufrufen können. Darüber hinaus müssen Sie natürlich noch den Karten-spezifischen Treiber für Ihre ISDN-Karte aktivieren. Bei passiven ISDN-Karten verbergen sich diese zumeist unter den verschiedenen zur Verfügung stehenden Hisax-Treibern. Aktive Karten benötigen dagegen spezielle eigene Module.

Die Konfiguration der Kernel-Treiber für die ISDN-Verbindung.

Haben Sie alle nötigen Einstellungen vorgenommen, können Sie (nach Verlassen des Konfigurationsprogrammes) Ihren Kernel neu kompilieren:

make clean dep bzImage
make modules
make bzlilo
make modules_install

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