Treiber-Konfiguration

Wie bereits erwähnt ist es in der Regel nicht notwendig, den Kernel Ihres Systems für den ISDN-Zugang neu zu kompilieren. Die entsprechenden Module können Sie auch einfach manuell nachladen. kISDN bietet Ihnen die Möglichkeit, diese Aufgabe für Sie zu übernehmen. Die hierzu nötigen Einstellungen finden Sie im Konfigurationsprogramm kcmkisdn unter Treiber. Unter ISDN-Kartentreiber können Sie die eingesetzte Karte auswählen – ist dies eine PCI-Karte, dann sind Sie an dieser Stelle schon fertig. Anderenfalls sind weitere Parameter auszuwählen: Unter E/A Basisadressen und Interrupt können Sie die Hardware-Adressen Ihrer ISDN-Karte angeben. Die richtigen Werte können Sie beispielsweise mit Hilfe einer noch installierten Windows-Version unter Start/Einstellungen/Systemsteuerung/System herausfinden. Bei alten ISA-PnP-Karten ist dies etwas problematischer, weswegen wir hier nicht näher darauf eingehen: Sie benötigen für solche Karten die isapnp-Tools.

Die Auswahl des richtigen Treibers erfolgt über ein grafisches Menü."

Nun sollte mit kISDN Ihr Internet-Zugang zur Verfügung stehen. Verlassen Sie das Konfigurationsprogramm.

Einsatz von kISDN

Um die ISDN-Verbindung aufzubauen, müssen Sie das eigentliche kISDN-Programm aufrufen. Unter Verbinde mit können Sie den Provider einstellen, den Sie anwählen möchten. Daraus können Sie schon erkennen, dass kISDN Ihnen die Möglichkeit zur Verfügung stellt, mehrere verschiedene Internetzugänge verwalten und nutzen zu können. Dies ist zum Beispiel sinnvoll, um immer den zur jeweiligen Uhrzeit günstigsten Call-by-Call-Anbieter anwählen zu können.

Verschiedene Zugänge lassen sich so leicht nebeneinander konfigurieren.

Klicken Sie nun einfach auf die Schaltfläche mit der Weltkugel und dem Pfeil nach oben. Einen Moment später sollte, soweit Sie alles richtig konfiguriert haben, die Verbindung hergestellt sein. Ein erneuter Klick auf die Weltkugel beendet die Verbindung dann später wieder.

Während des Verbindungsaufbaus gibt Ihnen das kISDN-Fenster im übrigen wichtige Informationen über den aktuellen Status der Internet-Anbindung. Angezeigt wird beispielsweise die aktuelle Übertargungsrate oder auch die Zeit, die Sie bereits online waren. Per Klick auf Docken verschwindet kISDN übrigens in der KDE-Startleiste (wenn Sie mit GNOME arbeiten, steht diese Funktion nicht zur Verfügung); dann werden immer noch Übertragungsraten in verkleinerter Form angezeigt. Über das Kontextmenü (rechte Maustaste) des gedockten Fensters können Sie jederzeit die Verbindung beenden oder neu aufbauen bzw. das große kISDN-Fenster wiederherstellen.

Kisdn im Einsatz.

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