Erstellung eines Ansagetextes

Die Erstellung eines Ansagetextes kann auf zwei verschiedenen Wegen erfolgen. Am einfachsten ist es sicherlich, den Ansagetext mittels eines Selbstanrufs aufzunehmen. In diesem Fall müssen Sie nur die so erstellte Audio-Datei vom Eingangsordner /var/spool/vbox/incoming in den Nachrichtenordner /var/spool/vbox/messages kopieren bzw. verschieben. Alternativ dazu können Sie den Ansagetext natürlich auch via Soundkarte aufsprechen und dann ins richtige Format konvertieren.

Komfortable Handhabung

Nun sollte Ihr Linux-Anrufbeantworter korrekt konfiguriert sein. Eingegangene Nachrichten können jetzt mit Hilfe des Konsolen-Programms vbox problemlos abgerufen werden. Die Verwaltung der Nachrichten kann aber auch wesentlich komfortabler über ein grafisches Frontend vorgenommen werden: Im vbox-Paket ist etwa in vielen Fällen schon das Motif-Frontend mam enthalten. Alternativ dazu existiert das KDE-Frontend KAM (K Answering Machine), welches Sie im Internet unter http://leonardo.physik.uni-mainz.de/~sas/kam/ (und auf der Heft-CD) finden. Leider scheint KAM nicht mehr weiterentwickelt zu werden. Mit KAM2 wird jedoch inzwischen eine grafisch überarbeitete Version entwickelt, die bereits an die Neuerungen von KDE2 angepasst ist. Dieser inoffizielle KAM-Nachfolger befindet sich momentan zwar noch im Alpha-Stadium, lässt sich aber bei Interesse unter http://www.kpage.de/de/index.html herunterladen.

KAM: Interessante Alternative zum Textkonsolen-Tool vbox und dem Motif-basierten Frontend mam
Über den Menüpunkt Config ist kam schnell konfiguriert: Tragen Sie das Nachrichten-Verzeichnis ein und wählen Sie, wie oft die Mailbox "abgefragt" werden soll
Auch für KDE2 existiert bereits ein erstes grafisches Frontend, das sich allerdings derzeit noch im Alpha-Stadium befindet

Das VBox-Pake

Beim VBox-Paket handelt es sich um eine Reihe von Programmen und Skripts, die zum Einrichten eines ISDN-Anrufbeantworters dienen:

vboxgetty ist das zentrale Programm der Voice-Mail-Erfassung für Linux. Es ist für die Annahme von Nachrichten, für das Abspielen eines Ansagetexts und für das Aufzeichnen der eingehenden Audio-Nachrichten zuständig.

vboxd ist ein kleiner Daemon, der für den Zugriff auf eingegangene Sprachnachrichten via Netzwerk notwendig ist. Dieser ist zum Beispiel notwendig, wenn mehrere Benutzer einen gemeinsamen Server für die Abwicklung von Sprachnachrichten verwenden möchten.

vbox … ist ein kleines Tool, das es Ihnen ermöglicht, auf der Textkonsole eingegangene Sprachnachrichten abzufragen.

vboxbeep … gibt einen kurzen Signalton aus, sobald eine neue Sprachnachricht eingeht.

vboxtoau Normalerweise werden Sprachnachrichten unter Vbox in einem speziell dafür vorgesehenen, eigenen Audioformat abgespeichert. Mit vboxtoau können Sie diese dann in das weiter verbreitete Sun-Audio-Format (AU) umwandeln; den umgekehrten Weg erlaubt autovbox.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • ISDN4Linux
    Modem nicht schnell genug? Linux bietet natürlich auch die notwendigen Mittel, um mit einer ISDN-Karte ins Netz zu gehen. In unserem Schwerpunkt zum Thema ISDN beleuchten wir daher zuerst die Konfigurationsschritte für den ISDN-Internet-Zugang.
  • Faxen machen
    ISDN-Karten von AVM nutzen Sie nicht nur für den Internetzugang, sondern auch als Faxgerät und komfortablen Anrufbeantworter – unter Suse Linux sind dafür nur wenige Mausklicks nötig, Mandriva- und Ubuntu-Anwender konfigurieren die CapiSuite von Hand.
  • Fritzbox-Tuning
    Die Fritzbox von AVM bietet eine Fülle an Funktionen, die weit über die Aufgaben eines DSL-Routers oder WLAN-Access-Points hinaus gehen. Damit experimentierfreudigen Nutzern ein reizvolles Betätigungsfeld offen.
  • Semiaktive ISDN-Karte Sedlbauer Speed-Fax Plus PCI
    Im modernen Büro ist der Kopierer ist längst Scanner und Drucker gewichen, Modem und Anrufbeantworter sind der ISDN-Karte zum Opfer gefallen. Mit der Sedlbauer Speed-Fax Plus PCI können Sie auch Ihr Telefax in Rente schicken.
  • Cebit 2008: ISDN und Linux -- mit Zukunft?
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 11/2017: Server für Daheim

Digitale Ausgabe: Preis € 8,50
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 2 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...