Bezaubernde Fotos

Wem Farbverläufe nicht reichen, kann auch mit Hintergrundbildern arbeiten. Das Kommando %default 1 bimage "bild_ihrer-wahl.jpg" 800x600 bestimmt ein jpg-Bild zum Hintergrund in allen Folien des Vortrags. Passt das Bild nicht zum Inhalt einer bestimmten Folie, bestimmen Sie mit %nodefault und %bimage ein anderes. Der Wert 800x600 verkörpert die Größe des jpg-Bilds in Bildpunkten (Pixeln).

Durch die Angabe der Größe weiß MagicPoint, wie es das Bild skalieren muss, egal wie groß oder klein die Bildschirmauflösung ist. Ziel ist es, den gesamten Hintergrund zu füllen. Kleinere Bilder werden ohne diesen Wert wiederholt und größere Bilder nur ausschnittsweise gezeigt. Außer jpgs habe ich auch gif-Bilder erfolgreich mit MagicPoint getestet.

Abbildung 6: Frühling im Hintergrund

Doch auch ganz ohne Vordergrund lassen sich Hintergrundbilder sinnvoll einsetzen: In meiner Kindheit quälten sich viele Bekannte gegenseitig mit Dia-Vorträgen über ihren Urlaub. Ein elektrisch speichernder Fotoapparat (alias Digitalkamera), ein Beamer und ein PC mit MagicPoint kann diese gute alte Tradition wieder aufleben lassen. Die schönen Urlaubserinnerungen als Hintergrundbilder einbinden, dann noch ein wenig erklärenden Text dazu, und fertig ist die Folterkammer.

Glossar

X11

Grafische Schnittstelle unter Unix. Intern unterscheidet X11 zwischen Server und Client. Für die Verwaltung von Bildschirm, Tastatur und Maus ist der Server zuständig. Anwendungsprogramme wie zum Beispiel MagicPoint stellen die Clienten dar. Natürlich können mehrere X11-Clients auf einen X11-Server zugreifen.

FreeType

Eine Bibliothek, die es Programmen ermöglicht, TrueType-Schriften wie zum Beispiel Arial, Times New Roman usw. zu nutzen. Viele Tipps zu den "wahren Schriften" finden Sie unter [3].

statischen Bibliothek

Eine Sammlung mit vorgefertigtem Programmcode, zu erkennen an der Dateinamensendung .a. Der Code einer gewünschten Bibliotheksfunktion wird beim Kompilieren (genau gesagt beim Linken) direkt aus der "static library" in die ausführbare Datei kopiert.

xmkmf

Ein Skript, das den Befehl imake aufruft. Dieser Befehl erzeugt aus dem mitgelieferten Imakefile ein plattformabhängiges Makefile. Bei vielen anderen Programmen übernimmt das configure-Skript diese Aufgabe mit.

Standard-Ausgabe

Die Standard-Ausgabe, auch mit stdout abgekürzt, ist eine Spezial-"Datei", in die Programme ihre Ausgaben schreiben. Dahinter versteckt sich normalerweise der Bildschirm.

Infos

[1] http://www.mew.org/mgp/

[2] http://www.freetype.org/

[3] Jürgen Schmidt, Dirk Hohndel: TrueType-Fonts auch unter Linux nutzen, c't 25/1999, S. 242

Der Autor

Stefan Obst ist begeisterter Radfahrer und Ausbilder für Elektrotechnik/Elektronik im Berufsförderungswerk Dresden, darf aber auch ein wenig die Haus-EDV-Anlage pflegen. Leider ist die meiste Zeit davon Ententraining.

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