Immer in Bewegung
BitTorrent-Client Transmission
Ab in die Stromschnellen!
Nachdem Sie Transmission an Ihre persönlichen Vorlieben angepasst haben, können die Daten nun fließen. Zunächst gilt es, eine Torrent-Datei aus dem Netz zu fischen und mit dem Client bekanntzumachen. Im Test haben wir von den OpenSuse-Downloadseiten eine Torrent-Datei für die OpenSuse-11.1-DVD heruntergeladen. Da Transmission so eingestellt war, dass es den Ordner downloads im eigenen Home-Verzeichnis auf eintreffende Torrents überwacht, meldete sich der BitTorrent-Client direkt nach dem Download der .torrent-Datei. Wer derartige automatisierte Abläufe nicht mag, lässt die Option im Einrichtungsdialog deaktiviert und zieht neue Torrent-Dateien entweder per Drag & Drop auf das Programmfenster oder wählt sie über einen Klick auf Hinzufügen aus.
Im folgenden Dialogfenster (Torrent-Optionen) legen Sie den Zielordner fest. Außerdem können Sie die Priorität setzen. Wenn Sie in der gleichnamigen Spalte auf den Eintrag Normal klicken, wechseln Sie zu Hoch, dann zu Niedrig und dann zurück auf Normal. Die Priorität passen Sie bei Bedarf jederzeit an und bevorzugen so gezielt Dateien, die Sie dringend benötigen. Sobald Sie auf Hinzufügen klicken, nimmt Transmission die Arbeit dann auf.
Im Hauptfenster sehen Sie alle laufenden und pausierenden Übertragungen. Markieren Sie einen Eintrag mit der linken Maustaste, können Sie den Download über die Symbole in der Werkzeugleiste jederzeit unterbrechen, fortsetzen und ganz abbrechen. Ein Klick auf Eigenschaften bietet nicht nur Informationen zum jeweiligen Torrent (Aktivität, Peers, Tracker, Dateien), sondern auch Möglichkeiten, einige Optionen für diesen neu zu definieren, z. B. die Bandbreiten-Einstellungen (Abbildung 2).
Durch die Schwimmbrille
Transmission hilft dabei, nicht die Übersicht zu verlieren. Im Hauptfenster finden Sie in der Filterleiste nicht nur eine Suchfunktion, sondern ordnen die Torrents auch nach ihrem Status (Aktive, Empfangende, Sendende und Angehaltene). Außerdem ermöglicht der Client im Menü Anzeige das Sortieren nach vielen Kriterien.
Praktisch ist auch das Nachrichtenprotokoll: Über einen Klick auf den gleichnamigen Eintrag im Menü Hilfe öffnen Sie einen Dialog mit Logeinträgen. Diese können Sie per Mausklick abspeichern und so den Entwicklern oder erfahrenen Nutzern zur Verfügung stellen, falls der Datenfluss einmal austrocknet. Interessant ist auch die Statistik, die Sie ebenfalls über das Menü Hilfe einblenden: In diesem Dialog sehen Sie ganz genau, wie viele Daten schon hoch- und heruntergeladen wurden, wie das Verhältnis (die Ratio, siehe Kasten BitTorrent-Glossar) zwischen Up- und Download ist und wie lange Transmission schon arbeitet (Abbildung 3).
Wenn Sie im Einrichtungsdialog das Icon für die Kontrollleiste aktiviert haben, quittiert Transmission nicht sofort den Dienst, wenn Sie das Programmfenster schließen. Stattdessen läuft der Client im Hintergrund weiter. Um zu erfahren, wie es im Datenstrom aussieht, reicht es, wenn Sie mit der linken Maustaste über das Symbol fahren. Ein kleiner Tooltip blendet die aktuellen Übertragungsraten ein. Über einen Klick mit der linken Maustaste bringen Sie das Hauptfenster wieder in den Vordergrund. Klicken Sie hingegen mit der rechten Taste auf das Panel-Icon, können Sie über das Kontextmenü neue Torrent-Dateien hinzufügen, das Hauptfenster, die Protokolldateien oder einen Info-Dialog einblenden. Weitere Optionen an diesem Ort sind, alle Übertragungen zu pausieren, wieder fortzusetzen oder den Client vollständig zu beenden.



