Hallo Community.
Bekannte von mir haben seit einiger Zeit Linux auf ihrem PC (Suse 10.0). Das habe ich ihnen eingebrockt. ;-)
Nun war ich mal wieder dort und die beiden sprachen davon, sich für’s Auto ein Navigationsgerät zulegen zu wollen. Die Frage, die dann folgte, hätte ich mir eigentlich denken können. “Gibt’s da denn welche, die mit Linux laufen?”
Da ich aber selber absolut keine Ahnung von den Dingern habe, habe ich versucht, im Internet Informationen zu finden. Aber irgendwie scheint diese Frage gar nicht zu existieren. Deshalb meine Fragen an euch:
– Wie ist denn das mit den handelsüblichen Navigationsgeräten?
– Wie werden die eigntlich mit neuen Straßenkarten ausgestattet?
– Kauft man sich diese Straßenkarten auf CDs oder so? Und dann?
– Schließt man das Navi an den PC an und schiebt die CD in den PC und alles andere läuft von alleine, oder kopiert man einfach z.B. mit nem Dateibrowser die Dateien herüber? Oder wie geht das?
– Und wenn das so ist, geht das auch unter Linux? Oder gibt es da Unterschiede?
– Die einen machen es mit Linux, die anderen nicht?
Für brauchbare Tipps wäre ich hier echt dankbar.
Viele Grüße
Thomas
Da sieht’s leider ganz schlecht aus.
Normalerweise gibt’s CDs oder DVDs mit den Kartendaten. Über eine graphische Oberfläche wählst du dir den gewünschten Kartenausschnitt aus, der dann auf das Navi bzw. dessen Speicherkarte kopiert wird. Leider läuft diese Software nur unter Window$. Es kann natürlich sein, dass es mit wine oder so läuft; das hab ich nie ausprobiert.
Wenn Du Glück hast, sind ein paar vorgefertigte Kartenfiles dabei, die du direkt auf die Speicherkarte kopieren kannst.
Oder du schaust dir mal gpsdrive an, allerdings braucht das noch einige Zeit, bis es ein vollwertiges Navigationssystem ersetzen kann.
[1] http://www.gpsdrive.cc/
[2] http://ostertag.name/gpsdrive/
Ich habe für meinen Geb in 3 Tagen vor kurzem im MediaMarkt ein Navi erworben. Auf die Frage, welche Betriebssysteme beim Aktualisieren unterstützt werden, hat man mir versichert, nur mit dem Mac sähe es schlecht aus.
Ich kann bis jetzt allerdings nur die MediaMarkt-Mitarbeiter zitieren.
Der durchschnittliche Blödmarkt-Mitarbeiter ist in den wenigsten Fällen fachkompetent. Ich nehme mal an, dass dieser hier nur zwei Betriebssysteme kennt…
Du hast lustigerweise recht. Seine Aussage erwies sich als faslch, man kann es tatsächlich nur mit Linux verwenden.
“Alle Systeme außer Mac werden unterstützt” heißt dann wohl, dass er Linux garnicht erst kennt… aber auf die Idee binsch damals ned gekommen lol
http://www.mediamarkt.de/hb/ps/naviflash1060/
ein Navi mit Linux als Betriebssystem
Hi Thomas,
ich kann Dir leider auch nicht alle Fragen beantworten, aber Google [1] ist Dein Freund. Dabei habe ich unter anderem folgende Infos bei TuxMobil [2] und LinuxLand [3] gefunden.
Hintergrundinformationen bekommt man dann aber eher bei PocketNavigation [4] das bei mir auch durch gute Praxisgerechte Tests und ein sehr gutes Forum aufgefallen sind.
Es gibt auch einige Navilösungen die auf Linux aufsetzen. So gibt es von Motorola das A780 [5], welches aber wohl nicht in Deutschland erhältlich ist. Außerdem gibt es noch das Neo1973 [6] für ein das OpenMoko Projekt.
Als alternative kann man noch Navigation auf Nokias Linux Webpad 770 [7] und darauf laufender Navilösungen [8] und [9] vorstellen.
Aber wenn Du nur ein Navigationsgerät mit Linux als OS verwenden möchtest, kannst Du ja zu TomTom GO greien [10]. Diese arbeiten meines Wissens alle auf Linux Basis. Außerdem arbeitet noch der oben schon erwähnte NaviFlash [11] unter Linux. Ich würde aber annehmen das auch weitere Stand-Allone-Navi Lösungen unter Linux arbeiten ;-) . Um das Problem mit dem laden der Karten zu umgehen, sehe ich zwei Wege. Entweder ein Navigerät mit großer FlashKarte oder gar einer Festplatte (TomTom GO 910 [12]). Alternativ kommen natürlich Handynavi-Lösungen in Frage, welche die eigentliche Routenplanung im Rechenzetrum erledigen und nur die benötigten Daten übertragen. Diese Lösung hat noch weitere Vorteile, insbesondere für Gelegenheitsnavigierer: Geringer Einstandspreis, Kosten nur wenn man Navigiert und als wichtigstes immer aktuelle Daten (die man sonst ja auch extra kaufen muß und teilweise einige 100-er verschlingen).
Ciao
Ulf
[1] http://www.google.de/search?hl=de&ie=UTF-8&oe=UTF-8&q=gps+linux+navigation&btnG=Suche&meta=
[2] http://tuxmobil.org/navigation_gps.html
[3] http://www.linuxland.de/store/hw99/HW99-N00-ML/de
[4] http://www.pocketnavigation.de/
[5] http://www.heise.de/mobil/artikel/63622
[6] http://www.heise.de/mobil/newsticker/meldung/80714
[7] http://www.nokia.de/de/mobiltelefone/modelluebersicht/770/startseite/167296.html
[8] http://www.pocketnavigation.de/news/view_766/1.1.15.html
[9] http://www.heise.de/mobil/newsticker/meldung/79595
[10] http://www.tomtom.com/page.php?Page=gpl
[11] http://www.naviflash.de/
[12] http://www.tomtom.com/products/features.php?ID=212&Category=0&Lid=3&TT=i4tpkbthi4q631eodfhq3p92j1
Dass Navigationssysteme Linux als Betriebssystem einsetzen, ist ja nichts Neues. Das heisst aber noch lange nicht, dass sich diese Geräte auch von einem Linux-PC ansprechen bzw. updaten lassen. Das Nokia 770 erscheint mir diesbezüglich noch am vielversprechendsten.
Wenn Du allerdings eine Online-Lösung bevorzugst, hast Du dieses Problem sowieso nicht; man sollte sich aber auf jeden Fall mal die Kosten durchrechnen, gerade bei häufigerer Nutzung.
Hi,
wie gesagt das nachladen sollte sich bei einer modernen Navilösung dank der fallenden Speicherpreise, normalerweise kein Thema sein (auf eine CD passen 640 bis 700 MB und auf eine halbwegs aktuelle Flash-Karte hat heute ab 1GB). Nur wenn man Weltweite Daten benötigt oder sehr fiele Serviceanzeigen möchte könnte es knapp werden.
Bei häufiger Benutzung würde ich aber immer zu einem fest eingebauten Gerät (Radioschacht) raten. Diese sind auch wirklich Automotive tauglich. D.h. sie Arbeiten eigentlich bei allen Temperaturen, es vibriert nichts lose (kein Halter, keine Komponenten im Gerät) und sie arbeiten sehr zuverlässig. Zudem werden meist die GPS-Daten mit einem Gyro (Drehbeschleunigungsgeber) und einem Wegsignal verrechnet. Dadurch bekommt man auch mit schlechten oder gar keinen Empfang eine ganzes stück weit. Solche Geräte gibt es von VDO-Dayton [1], Blaupunkt [2] und anderen (wobei die erstgenannten in den praxistests immer mit am besten abschneiden). Der mehrpreis rentiert sich auch dadurch, dass das Gerät in der Regel die gesamte Restlebensdauer des Fahrzeugs überlebt (was bei Nachrüstlösungen aus dem wir können nur billig segment, sicher nicht immer der Fall ist).
Ciao
Ulf
[1] http://www.dayton.de/default2_and_fz_menu=navigation.aspx
[2] http://www.blaupunkt.com/de/nav_sys.asp