Hallo,
ich habe ein eher ungewöhnliches Problem:
Ich suche eine Lösung, mit der man Linux als Backoffice-Server für die Softwareverteilung nutzen kann. Die Clients laufen unter Windows NT und können übers Netz gebootet werden.
Es soll nun möglich sein, Arbeitsplätze komplett neu zu installieren (übers Netz booten, Image drauf, Anpassungen durchführen), bzw. auf ein System ein neues Softwarepaket einzuspielen.
Es gibt etliche Lösungen, die Windows-Windows oder Linux-Linux bedienen, aber ich habe nichts gefunden für diese Kombination.
Wenn mir jemand einen Tipp geben kann, wäre ich sehr dankbar.
Ciao,
Philip
don’t kill me for that comment, PLEASE
citrix metaframe mit wine .. ? (oder cvs von einem “comm.” wine* ?!)
tuts vielleicht auch.
greetz,
anon II
Hi,
ganz dunkel in Erinnerung habe ich ein System namens “OMA” (Open Managenment Architecture), das mir mal im Buch NT-Unix-Integration von A.Roscher begegnet ist. Man findet allerdings nicht viel darüber, in der iX war mal ein Artikel.
Einige Dinge, wie z.B. Images aufspielen kannst du via PXE (Preboot Execution Environment) tätigen, allerdings müssen da wohl die Platten identisch sein, und das ist auch das Problem, das du mit Linux hast, wenn du z.B. nach dem Netzboot etwas a la “dd if=nt4.img of=/dev/hda1” nutzen willst; ich hatte da Probleme mit den Plattengeometrien (is logisch), weshalb wir dafür DriveImage nutzen.
Für Anpassungen würdest du schreibenden Zugriff auf NTFS benötigen – du willst doch nicht etwa FAT nutzen ?! – und inwieweit der Treiber unter Linux jetzt gediehen ist, weiss ich nicht. Desktopanpassungen solltest du bei NT über Policies tätigen, aka die Registry beharken. Ansonsten bleiben dir nur Logonscripts, ich empfehle hier “kixtart”, eine einzige EXE, und schon hast du den Funktionsumfang von Commodore 64 Basic V 2.0 in der DOS-Box ;-) – im Ernst, man kann die Registry und Objekte bearbeiten, Drucker verbinden etc.
Logonscripts und Policies (nicht absolut sicher) gehen auch mit Samba (ich gehe davon aus, dass du eine NT-Domäne aufmachst). Bleibt die Softwareverteilung.
Wir migrieren zum Terminalserver – Schnauze voll vom rumrennen, die Clients laufen mit Linux (rdesktop).
CU
Michael
[1] http://www.kixtart.org
[2] http://www.heise.de/ix/iXInhalt/search.shtml?T=oma
[3] http://www.rdesktop.org
[4] http://syslinux.zytor.com/pxe.php
Die Firma ASDIS (http://www.asdis.de) hat so eine Lösung für heterogene IT-Umgebungen im Angebot. Damit können
Linux/Windows -Server und -Workstations automatisiert installiert werden. So kann auch ein Linux-Server als
Installationsserver für Windows-Systeme dienen. Ist allerdings eine “Grosse” Lösung und wird damit evtl. für deine
Zwecke zu teuer sein.
Gruss, Strobl Anton
Au weia,
das ist was fuer teure ClosedSourceSoftware. Auf Open Source habe ich fuer Deine Anforderungen noch nichts gesehen, obwohl ich vor aehnlichen Problemen stand. Es duerfte wohl einfacher sein, zwei Systeme (Linux/Linux : MS/MS) nebeneinander zu betreiben.
Citrix frisst wahnsinnig Resourcen. Nur Anregung: Wie steht es mit ThinClients, X-Display Umleitung, VNC oder VMWare? Sieht stark nach Trainingscenter aus bei Dir. Aber ganz ehrlich auch auf die Gefahr hin hier unter 20% Bewertung zu bekommen: Wenn Du das mit NT machen willst brauchst Du viel Geld, Wissen und den Microsoft Systems Management Server.
Es ist zwar moeglich, Images ueber das Netz zu verteilen, das Problem der SID’s hast Du damit nicht geloest. Sobald Du auf NT Technologie gehst, brauchst als Backend M$. Das ist gewollt. In gewissen Grenzen kann man einzelne Arbeitsplaetze mit Images versorgen, von der Verteilung von Software (incl. Registryeintrag, SID, verschiedener Hardwarekomponenten) ganz abgesehen.
Natuerlich kann man diverse Programme auf Netzwerklaufwerke legen, manche brauchen doch wieder die Registry, dann kann man mit der Registry Editor sich Remote verbinden und die Werte von Hand nachtragen …. ach es wird gar grausam … die M$ Falle hat zugeschnappt.
Beileid, EX MCSE Ecaroh.
Ach PS: Solltest Du doch was brauchbares finden, lass es mich wissen. Danke!
Sorry, falls das jetzt als Produktwerbung ausgelegt wird, aber: Anschauen solltest
du dir ASDIS zumindest. Denn ASDIS bietet eine (kommerzielle) Lösung für diese
Problemstellung.
Hi,
wir benutzen dafür Rembo (Kommerziell). Per PXE wird ein System gestartet, das die Checksumme auf der Platte mit der des Images auf dem Server vergleicht, stimmts nicht wird das Image neu aufgespielt. Ob neue Software verteilt wird, oder der Client “zerstört” ist – nach dem Reboot wird alles gut.
Allerdings bietet diese Lösung bei weitem nicht den Komfort, den Novell ZEN oder MSI Pakete und RIPREP bieten.
Gruss Manfred
Hallo,
wir arbeiten bei der Linux Musterlösung des Landes BW mittlerweile mit Rembo. Damit ist es möglich, diferenzielle Images auf dem Server abzulegen und bei Bedarf bzw. nach Abgleich der Prüfsumme auf den Client aufzuspielen. Dafür sollte man allerdings einigermasen identische Hardware zur Verfügung haben. Das mit der Hardware muss man ziemlich ernst nehmen, schon Abweichungen bei Chipsätzen, dies ja immer wieder gibt bei “billig” HW machen das System aufwändig zu pflegen.
Parallel fahren wir auch noch einen W2k Server in einem zweiten Netz der die Software per MSI/RIPREP verteilt. Da es sich hierbei um ne echte Installation handelt, also kein Clone, ist man hier etwas unabhängiger von der HW – dafür tauchen andere Probleme auf (die Windowstypischen Probleme, die nur durch Try and Error in stundenlanger Arbeit glösst werden können)
Gruss Manfred
Hallo!
Ist es wirklich notwendig bei klieneren Störungen, die ganze Kiste “neuzuistallieren”? Das wäre fast schon mit Kanonen auf Spatzen schiessen (nichts für ungut! ;))
Es gibt auf dem Markt eine kommerzielle Lösung: Vision64, die Plattformunabhängig arbeitet. Neben Windows wird auch Linux und die wichtigsten Unix-Derivate unterstüzt. Als Clients kann sogar MacOS bedient werden.
Mehr Infos findet Ihr bei Metrix Systems oder beim deutschen Vertriebspartner SMC GmbH
Metaframe-Server kosten aber viiiiiel Geld. Und wieso mit Wine???