ForumKiosk Modus für Firefox/Mozilla
Markus Rassiller – Freitag, 18. Februar 2005 17:53 Uhr

Hi!

Ich würde gerne unter Firefox od. Mozilla eine Art Kiosk-Modus laufen lassen, der folgendes macht: Toolbar, URl-Leiste und Fensterschließen (auch X-Schalter) unterdrücken.

Leider weiß ich nicht, wo man dies konfigurieren kann.
Alle Anleitungen, die ich im Web gefunden habe, sind mindestens 2,5 Jahre alte und mit den neuen Versionen anscheinend nicht mehr kompatibel.

Danke für euere Hilfe!

LG
Markus R.

1 Antwort
Michael Plate – Freitag, 18. Februar 2005 23:18 Uhr

Hallo Markus,

ich habe das vor einiger Zeit für unsere öffentlichen Terminals gemacht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Am einfachsten machst du mit einem Perlscript (1.Link u.) die Prefs dicht , d.h. sie sind nicht mehr änderbar; das ist äquivalent zum alten Netscape 4 . Als ich mir die Mühe vor ca. 1½ Jahren machte, war Firefox noch kein Thema, so dass nur Mozilla in Frage kam.

Du solltest den DOM Inspector haben, um dir die Struktur klarzumachen.
Dort wo dein Mozilla installiert ist gibt es ein Chrome-Verzeichnis (bei mir /usr/lib/mozilla/chrome/) mit einigen jar-Dateien. Das sind im Prinzip zip-Files, du kannst auch zip/unzip nehmen. Wichtig ist vorallem comm.jar. Du findest darin mehr oder weniger nach Funktion sortiere Verzeichnisse, die XUL- und JavaScript-Dateien enthalten. Die XUL-Dateien sind XML-Files, die die Oberfläche beschreiben; in den JavaScript-Dateien ist die Bedienung. In comm.jar sind vorallem Beschreibungen des Navigators untergebracht:
content/communicator/contentAreaContextOverlay.xul enthält Popup-Context-Menüs,
content/navigator/navigatorOverlay.xul den Menübar. Durch auskommentieren kannst du Funktionen herausnehmen. Anschliessend packst du mit “zip -vr9 comm.jar content” (oder so, habs gerade nicht zur Hand) den Kram wieder ein und startest Mozilla neu. Nimm am besten ein Kompilat ohen Composer, IRC, Mail etc, dann ist es leichter. Du solltest nicht vergessen den Druck-Dialog zu plätten, da sonst beliebige Programme (über Properties/ Print Command) ausführbar sind.

Beim FF hast du es evtl. einfacher, schau dir mal die browser.jar an.

Keine Frage, es ist mühsam; einen Tag must du schon einrechnen.
Den X-Button würde ich lassen und den Browser einfach in einem ShellScript in einer Schleife laufen lassen, z.B.

while(true);do mozilla;done

Als Windowmanager empfehle ich dir einen kastrierten qvwm – sieht aus wie Windows, und du kannst ihn ganz entrümpeln.

CU

Michael

[1] http://lists.suse.com/archives/suse-linux-e/2004-Jul/2868.html

Markus Rassiller – Montag, 21. Februar 2005 19:43 Uhr

hi michael,

danke für die tipps. das scheint genau das zu sein, was ich suchte.
es geht auch in meinem falle um terminals, nämlich die einer
bibliothek. ich werde das leider erst in den nächsten wochen
umsetzen können, aber das, was ich getestet habe, funktionierte prima!
darf man eine fertige ‘kiosk-version’ eigentlich zum download im
netz anbieten?

lg
markus r.

Michael Plate – Montag, 21. Februar 2005 22:15 Uhr

[…]
>es geht auch in meinem falle um terminals, nämlich die einer
>bibliothek.

rotfl. Bei dir auch :) (UB Kassel) . Welche Bibliothek ? In Köln (hab’ gegoogelt) ?

Ich denke schon, dass du das veröffentlichen darfst. Schliesslich gibt es ja noch mehr solcher Projekte. Evtl. sollte man sich mal austauschen, da wird viel Arbeit doppelt gemacht.

CU

Michael

Markus Rassiller – Dienstag, 22. Februar 2005 19:38 Uhr

hi michael,

ja, in köln. am institut für germanistik ;-) haben da einige thin-clients
aber eben auch normale pcs, auf denen schon ein KDE-Kiosk-Modus erfolgreich
läuft: nur mit dem konqueror klappts noch nicht so ganz. darum firefox.

an einem austauch wäre ich natürlich sehr interessiert.
wie macht man das? private mail? wohl am besten …

lg
markus

Michael Plate – Donnerstag, 24. Februar 2005 21:30 Uhr

Hi,

gehe ich recht in der Annahme das die E-Mail unter

http://uk-online.uni-koeln.de/cgi-bin/show*

korrekt ist ?

CU

Michael