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dd im Terminal
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Mit dd schnell Festplattenimages erstellen

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Das kleine Werkzeug dd hilft vor allem dann, wenn man nur eine (einfache) LiveCD dabei hat und trotzdem schnell ein Festplattenimage erstellen möchte.

In diesem Fall startet man einfach die LiveCD, mountet die Festplatte, auf der man das Image ablegen möchte und wirft dann als Benutzer root dd an (eine Shell mit passenden Rechten erhält man beispielsweise via sudo -s):

dd if=/dev/sda1 of=/mnt/zielverzeichnis/backup.img

In diesem Fall würde dd die erste Partition der ersten Festplatte (/dev/sda1) Bit für Bit in die Datei backup.img schreiben, die wiederum im Unterverzeichnis /mnt/zielverzeichnis landet. dd ist es dabei egal, was für ein Dateisystem auf der Partition zum Einsatz kommt, es sichert folglich auch exotische Betriebssysteme, wie etwa Windows.

Doch Vorsicht: dd ist in gleich mehrfacher Hinsicht gefährlich. Ein Tippfehler genügt und schon ist wahlweise das Quell- oder das Backup-Laufwerk nur noch mit Müll gefüllt.

Darüber hinaus wird die Image-Datei backup.img genau so groß, wie die Partition prinzipiell an Daten fasst. Zumindest diesen Speicherhunger kann man lindern, indem man die Ausgabe von dd erst noch durch gzip leitet und so komprimieren lässt. Und wo man schon dabei ist, lässt sich das Image auch noch mit split in CD oder DVD gerechte kleine Häppchen zerlegen:

dd if=/dev/sda1 | gzip -c | split -b 700m - /mnt/zielverzeichnis/backup.gz

split schneidet hier die Daten in 700 MB große Stücke, deren Dateinamen mit backup.gz beginnen und mit alphabetisch aufsteigenden Buchstaben enden. Dabei steht aa für den ersten Teil, ab für den zweiten und so weiter. Wie gut die Kompression klappt, hängt von den Daten auf der zu sichernden Partition ab.

Um das zerhackte Backup wieder zurückzuschreiben, setzt man folgenden Befehl ein:

cat /mnt/zielverzeichnis/backup.gz* | gzip -d | dd of=/dev/sda1

Wer mit dem Befehl ganz am Anfang ein dickes Image erstellt hat, schreibt das wieder zurück mit:

dd if=/mnt/zielverzeichnis/backup.img of=/dev/sda1  

Auch hier noch mal die eindringliche Warnung, dass dd in beiden Fällen ohne Rücksicht auf Verluste umgehend die Partition (im Beispiel /dev/sda1) mit Daten befüllt. Ein Tippfehler und eine Partition und/oder die Daten sind ruiniert.

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Kommentare
"dd schnell"
Lutz (unangemeldet), Dienstag, 21. Februar 2012 07:48:27
Ein/Ausklappen

Per default benutzt dd eine Blockgrösse (blocksize, bs) von 512 Byte, damit ist dd alles, aber nicht schnell. Abhängig von den benutzen Harddisks bringt eine grössere Blockgrösse fast immer einen signifikanten Geschwindigkeitszuwachs. Den genauen Wert muss mal leider ausprobieren, aber aus Erfahrung ist "bs=4k" meist schon deutlich performanter als das Default.
Mehr zu dd in der man-page.

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Lutz


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