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Linux im Startmenü von Windows 7
Linux im Startmenü von Windows 7

Linux im Bootmanager von Windows 7

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Anstatt GRUB zu nutzen, kann man Linux auch in den Bootmanager von Windows 7 integrieren. Möchte man das mit Bordmitteln umsetzen, sollte man sich allerdings nicht vor der Kommandozeile scheuen.

Darüber hinaus kann ein Tippfehler oder ein falscher Parameter die installierten Systeme unbrauchbar machen. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man die folgenden Schritte nachvollzieht.

Linux im Startmenü von Windows 7

Vorbereitung

Sofern man Linux erst noch installiert, sollte man darauf achten, dass der Bootloader (durchweg in Form von GRUB) nicht am Anfang der Festplatte landet und somit das Windows-Pendant überschreibt. Am einfachsten installiert man ihn in die Linux-(Root-)Partition. Unter Ubuntu muss man dazu im Installationsassistenten bei der Partitionierung den Punkt Etwas Anderes wählen, die Aufteilung selbst vornehmen und dann in der Ausklappliste das Gerät für die Bootloader-Installation angeben. openSUSE bietet bei der Zusammenfassung (Installationseinstellungen) den Punkt Systemstart an, hinter dem man auf dem Register Bootload-Installation GRUB eine neue Heimat zuweist. Im Folgenden soll GRUB beispielhaft auf der Partition sda5 liegen. Hat man GRUB doch am Anfang der Festplatte installiert und somit den Windows-Bootmanager überschrieben, sind gleich noch ein paar zusätzliche Befehle notwendig.

Bootmanager in Datei sichern

Als Nächstes speichert man den Bootsektor von Linux samt GRUB in einer Datei. Am einfachsten geht das direkt unter Linux via dd:

sudo dd if=/dev/sda5 of=./linux.bin bs=512 count=1

Hiermit liest dd die ersten (count=1) 512 Bytes am Anfang der Partition /dev/sda5 aus und legt sie in einer Datei linux.bin im aktuellen Verzeichnis ab (sofern GRUB am Anfang der Festplatte liegt, verwendet man /dev/sda). Diesen Schritt kann man auch von einer LiveCD aus durchführen. Die Datei linux.bin kopiert man jetzt auf die Windows-Partition – das ist die, auf der das Verzeichnis Windows schlummert und die Windows selbst als Laufwerk C: einbindet.

Sofern Linux bei seiner Installation den Windows-Bootmanger gegen GRUB ersetzt hat, startet man jetzt den Rechner von der Windows-DVD, wählt die Computerreparaturoptionen, dann die aufgespürte Windows-Installation, klickt auf Weiter und die Eingabeaufforderung. Darin setzt man nacheinander folgende drei Befehle ab:

bootrec /fixmbr  
bootrec /fixboot
bootrec /RebuildBcd

Anschließend sollte der Windows-Bootmanager wieder aktiv sein und direkt Windows starten. Steht die Windows-DVD nicht zur Verfügung, startet man Windows, wechselt zur Systemsteuerung | Sichern und Wiederherstellen | Systemreparaturdatenträger erstellen und lässt sich ein entsprechendes Rettungsmedium erzeugen.

Windows-Bootmanager einrichten

Weiter geht es jetzt unter Windows. Hier startet man eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten (Starmenü | Alle Programme | Zubehör, dann die Eingabeaufforderung mit der rechten Maustaste anklicken und Als Administrator ausführen wählen). In ihr erstellt man mit bcdedit einen neuen Eintrag im Windows-Startmenü:

bcdedit /create /d "Linux starten" /application bootsector

Das Werkzeug spuckt jetzt eine kryptische Zeichenkette aus, die man sich notiert oder in die Zwischenablage kopiert (rechter Mausklick, Markieren, Text mit der Maus selektieren, rechte Maustaste). Sie benötigt man in allen folgenden Befehlen, mit denen man die Datei linux.bin einbindet:

bcdedit /set {Ausgabe} path \linux.bin
bcdedit /set {Ausgabe} device partition=c:

{Ausgabe} ersetzt man dabei jeweils gegen die kryptische Zeichenkette. Abschließend setzt man den neuen Eintrag noch ans Ende:

bcdedit /displayorder {Ausgabe} /addlast

{Ausgabe} steht auch hier wieder für die kryptische Zeichenkette. Nach einem Neustart stellt das Startmenü von Windows dann auch Linux zur Auswahl.

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Kommentare
ein uralter Hut
GoaSkin , Donnerstag, 29. März 2012 10:43:28
Ein/Ausklappen

Mit Hilfe eines 512-Byte Abbildes des Bootsektors Linux in den Windows-Bootmanager zu integrieren ist ein alter Hut und wurde früher insbesondere gerne praktiziert, als Windows NT 4.0 noch aktuell war.

Doch es handelt sich bei dieser Methode um das Chainloader-Prinzip, das umgekehrt auch GRUB nutzt, um Windows-Installationen mit einzubinden.

Man bindet dabei nicht das fremde Betriebssystem in den jeweiligen Bootloader ein, sondern den Bootloader des Fremdsystems in Folge.


Schöner wäre es, wenn GRUB den Windows-Bootmanager vollständig ersetzen könnte oder (alternativ) das selbe auch umgekehrt möglich wäre, sodass man in einem einzigen Bootmanager sowohl für Linux als auch für Windows Einträge mit unterschiedlichen Kernel-Parameten einbinden könnte.

GRUB bietet dabei für Mac OS X eine experimentelle Unterstützung an, aber in Sachen Windows und Linux scheint man bislang noch garnicht um die nativen Bootloader herumzukommen.


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