Home / Archiv / Tipp der Woche / Kernel-Parameter in GRUB2 dauerhaft anhängen oder entfernen

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Debian leicht gemacht
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Die GRUB2-Konfigurationsdatei
Die GRUB2-Konfigurationsdatei

Kernel-Parameter in GRUB2 dauerhaft anhängen oder entfernen

→ Zum Tipp-Archiv...

Wenn man mal dem Kernel einen weiteren Parameter mit auf den Weg geben möchte, drückt man beim Start von GRUB2 die Umschalt-Taste (sofern das Menü nicht ohnehin automatisch erscheint), steuert den entsprechenden Punkt an, tippt auf [e] und hängt der Zeile mit dem Linux-Kernel den Parameter an. Dieses Spielchen muss man allerdings bei jedem Neustart des Systems wiederholen. Möchte man den Parameter dem Kernel dauerhaft mit auf den Weg geben, muss man sich zwangsweise an der GRUB2-Konfiguration zu schaffen machen.

Welche Menüeinträge das Bootmenü anzeigt und wie GRUB2 den Linux-Kernel starten soll, beschreibt die Konfigurationsdatei grub2.cfg (je nach Distribution im Unterverzeichnis /boot/grub/ oder /boot/grub2/). Viele Anleitungen im Internet raten dazu, genau diese Datei zu ändern. Das funktioniert zwar, ist aber dennoch keine gute Idee: GRUB2 erzeugt die Datei grub2.cfg automatisch selbst. Genauer gesagt, das kleine Skript update-grub. Es sucht mit Hilfe von ein paar anderen Kollegen die auf dem System installierten Betriebssysteme und stellt die Konfigurationsdatei grub2.cfg zusammen. Das passiert beispielsweise immer automatisch nach der Aktualisierung des Kernels. Diese Arbeitsweise ist zwar extrem komfortabel, die eigenen Anpassungen würden damit aber auch unweigerlich überschrieben.

Daher raten die GRUB2-Entwickler eindringlich dazu, von grub2.cfg die Finger zu lassen. Aussehen und Verhalten des Bootmenüs regelt man in der weitaus übersichtlicheren und genau für diese Zwecke gedachte Konfigurationsdatei /etc/default/grub. Dort kann man beispielsweise die Anzeigedauer des Bootmenüs, die Auflösung und eben auch weitere Kernel-Parameter vorgeben. Für letzteres zuständig ist die Zeile, die mit

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="

beginnt. In ihr notiert man einfach vor dem zweiten Anführungszeichen " alle Parameter, die man dem Kernel mitgeben möchte. Die dort schon vorhandenen kann man natürlich auch entfernen. Wen beispielsweise unter Ubuntu der Splash-Screen stört, macht aus:

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash"

ein:

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet"

Nachdem man seine Änderungen vorgenommen hat, speichert man die geänderte Datei und lässt die GRUB2 Konfigurationsdatei aktualisieren:

sudo update-grub

Man sollte übrigens genau darauf achten, die Zeile GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT zu erwischen und nicht die fast gleichlautende GRUB_CMDLINE_LINUX. Die dort hinterlegten Parameter gelten nämlich auch für den Recovery-Modus – und den sollte man möglichst in seinem aktuellen Zustand belassen. Weitere Informationen zu den einzelnen Zeilen findet man beispielsweise unter http://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_2/Konfiguration#Variable-fuer-Kernelzeilen.

Bookmark and Share

Kommentare

Tipp der Woche

Bilder vergleichen mit diffimg
Bilder vergleichen mit diffimg
Tim Schürmann, 01.04.2014 12:40, 1 Kommentare

Das kleine Werkzeug diffimg kann zwei (scheinbar) identische Bilder miteinander vergleichen und die Unterschiede optisch hervorheben. Damit lassen sich nicht nur Rätsel a la „Orignial und Fäls...

3622 Hits
Wertung: 193 Punkte (14 Stimmen)

Aktuelle Fragen

programm suche
Hans-Joachim Köpke, 13.04.2014 10:43, 8 Antworten
suche noch programme die zu windows gibt, die auch unter linux laufen bzw sich ähneln sozusagen a...
Funknetz (Web-Stick)
Hans-Joachim Köpke, 04.04.2014 07:31, 2 Antworten
Bei Windows7 brauche ich den Stick nur ins USB-Fach schieben dann erkennt Windows7 Automatisch, a...
Ubuntu 13.10 überschreibt immer Windows 8 Bootmanager
Thomas Weiss, 15.03.2014 19:20, 8 Antworten
Hallo Leute, ich hoffe das ich richtig bin. Ich habe einen Dell Insipron 660 Ich möchte gerne Ub...
USB-PTP-Class Kamera wird nicht erkannt (Windows-only)
Wimpy *, 14.03.2014 13:04, 15 Antworten
ich habe meiner Frau eine Digitalkamera, AGFA Optima 103, gekauft und wir sind sehr zufrieden dam...
Treiber
Michael Kristahn, 12.03.2014 08:28, 5 Antworten
Habe mir ein Scanner gebraucht gekauft von Canon CanoScan LiDE 70 kein Treiber wie bekomme ich de...

Jetzt auf den Mailinglisten

Re: [EasyLinux-Mandriva] libpangox_für_Adobe_Reader
Heiko, 24.04.2014 00:00
Am Mittwoch, 23. April 2014, 19:47:57 schrieb Christoph Pencziak: Hallo Christoph. > > macht m...
Re: [EasyLinux-Ubuntu] logcheck
Joachim Puttkammer, 23.04.2014 21:08
Am Mittwoch, 23. April 2014 schrieb Joachim Puttkammer: Korrektur > 1. In den Paketquellen ist "roo...
Re: [EasyLinux-Mandriva] libpangox_für_Adobe_Reader
Christoph Pencziak, 23.04.2014 19:47
Am Montag, den 14.04.2014, 23:34 +0200 schrieb Heiko Ißleib: Hallo Heiko. macht man es von Anfang an richti...
Re: [EasyLinux-Ubuntu] Grundsatzfrage - was: Wlan instabil?
Thomas Lueck, 23.04.2014 19:27
Am Mittwoch, den 23.04.2014, 19:09 +0200 schrieb Joachim Puttkammer: > In meinen Augen gibt es Fälle, die...
Re: [EasyLinux-Ubuntu] logcheck
Joachim Puttkammer, 23.04.2014 19:24
Am Mittwoch, 23. April 2014 schrieb Uwe Herrmuth: Hallo Uwe, > im einfachsten Falle, Konsole öffnen, Roo...