Der Support proprietärer Hardware stellt unter Linux immer eine besondere Herausforderung dar. Mit usbmuxd haben die iPhone-Hacker nun eine große Hürde überwunden.
Wer in den letzten Tagen einen aktuellen Snapshot von Fedora oder die Alpha3 von Ubuntu getestet hat und zugleich Besitzer eines iPhones oder iPod Touch ist, hat vielleicht gemerkt, dass sich der Linux-PC nicht nur zum Aufladen des Geräts über USB eignet sondern dieses auch als Massenspeicher erkennt. Was in einigen Foren zunächst als bravouröse Leistung von Canonical betrachtet wurde, ist in Wirklichkeit das Verdienst des USB Multiplex Daemons (usbmuxd) von Hector Martin und den Entwicklern der libgpod, welche sich um die Kommunikation mit den proprietären Apple-Geräten kümmert.
Dass Linux nun mit aktuellen iPhone-Geräten und iPod-Touch-Playern zusammenarbeitet, ist an und für sich nicht weiter interessant. Der Clou besteht hingegen in der Art der Unterstützung. Während Mac- und Windows-Nutzer weiterhin bloß über iTunes und wenige proprietäre Programme mit dem Player kommunizieren können, verhalten sich die Apple-Player dank usbmuxd unter Linux wie USB-Massenspeicher-Geräte, der Zugriff ist somit bequem per Dateimanager und über jeden Mediaplayer möglich.
Zurzeit unterstützt usbmuxd nur das Einhängen der Datenpartition (Lese- und Schreibzugriff). Die Root-Partition bleibt somit vor dem System versteckt und es lassen sich zum Beispiel keine Apps auf dem iPhone installieren. Zudem soll sich der Support auf Geräte mit FAT als Dateisystem beschränken, wer sein Apple-Handy mit HFS+ formatiert hat, muss noch auf entsprechende Treiber warten. Doch bereits dieser Schritt dürfte vielen Linux-Nutzern zu deutlich mehr Spaß mit iPhone und iPod verhelfen. Usbmuxd wird voraussichtlich in die kommenden Releases von Fedora, Mandriva, OpenSuse und Ubuntu einfließen, auch andere Distributionen dürften folgen.
Bei Usbmuxd handelt es sich um eine in aktiver Entwicklung befindliche Software. Das neue Feature ist deshalb mit einer angebrachten Portion Vorsicht zu genießen.







Hallo, ich beschäftige mich nun schon etwas länger mit usbmuxd, libiphone und co. Mein stand ist der usbmuxd ist generell nur die Basis für die Kommunikation mit dem IPhone (bzw. mit dem IPod Touch). Darauf bauen verschiedene Programme auf. Eines dieser Programme ist ifuse, welches ein Iphone mounten kann. Wenn das Iphone ein JB hat, kann man auch das Root FS des Handys mounten. Leider kann man damit aber nicht direkt Musik aufs Telefon kopieren, da man diese zusätzlich in eine verschlüsselte Datenbank schreiben muss. Hierfür gibt es libgpod/gtkpod, welches mit Hilfe von ifuse die Datenbank beschreibt. Neuerdings gibt es… Mehr »