Rpath-Entwickler empfiehlt Wechsel zu Fedora

Rpath-Entwickler empfiehlt Wechsel zu Fedora

Trendwende bei Foresight?

Damit die Distribution Foresight Linux wieder schneller den Entwicklungstrends folgen kann, sollte sie ihre Basis von RPath Linux auf Fedora umstellen. So lautet jedenfalls ein Vorschlag von Michael Johnson, Rpath-Gründer und ehemaliger Fedora-Chef.

Mit einem Posting auf der Entwicklerliste hat der Rpath-Entwickler eine lebhafte Diskussion in der Foresight-Community ausgelöst. „Ich möchte eine radikale Rückkehr vorschlagen zu dem, worin Foresight in der Vergangenheit gut war,“ schreibt Johnson. Schon mit der Namensgebung wollte die freie Distribution auf ihren Zweck hinweisen: Stets die neuesten und aktuellsten Entwicklungstrends ermöglichen den Blick in die technische Zukunft. Johnson meint nun, dass die Distribution dieses Ziel nicht mehr wirklich erfüllen könne, und er glaubt, den Grund zu kennen: sein eigenes Projekt. Er erläutert: „Weil Rpath Linux als klassische, stabile Distribution gewartet wird und keinen strategischen Wert auf permanente Updates für schnelle Überarbeitung legt, zog das eine immense Menge doppelte Arbeit in Foresight nach sich.“

Zur Lösung dieses Problems empfiehlt Johnson den Foresight-Entwicklern, die Basis auf Fedora Linux umstellen. Auch wenn es ungewöhnlich sei, dass dieser Vorschlag ausgerechnet von ihm als aktueller Rpath-Leiter komme, meint er dies gerade wegen seiner Rolle gut beurteilen zu können: „Das Entwicklungsmodell von Rpath Linux ist zu verschieden zu dem von Foresight als dass es eine passende, langfristige Basis sein könnte.“ Auch einen Alternativvorschlag hat er parat, und wieder schöpft er aus seinem persönlichen Erfahrungsschatzt: „Wenn ich diese Entscheidung treffen müsste, würde ich Fedora wählen.“ Die Empfehlung mache er nicht deshalb, weil er ursprünglich Leiter der Red-Hat-Linux-Variante war, sondern aus technischen Gründen: Auch Rpath nutze viele Red-Hat-Konventionen, wodurch die Umstellung für Anwender und Entwickler weniger kompliziert sei.

In einer Reaktion auf das Posting auf Linux Weekly News debattieren Anwender und Entwickler nun Vor- und Nachteile des Basiswechsels. Die Begründung für einen Wechsel scheint dabei weniger strittig als das Betriebssystem selbst: Als Alternative zu Fedora favorisieren manche Debian und begründen dies mit dem ausgereiften Paketmanagement der Distribution. Johnson jedenfalls sieht ein erstes Ziel erreicht, wie er in einem weiteren Diskussionsbeitrag schreibt: „Meine (erfolgreiche) Absicht war es, eine Diskussion in der Foresight-Entwickler-Community loszutreten.“

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