Zukünftige Versionen von MS Works basieren auf OpenOffice

Zukünftige Versionen von MS Works basieren auf OpenOffice

Nachdem vor einigen Monaten IBM bekannt gab, seine Office-Suite Lotus Symphony als OpenOffice-basiertes Programm wieder einzuführen, kündigte nun auch Microsoft an, den Code von OpenOffice für zukünftige Versionen von Microsoft Works zu verwenden.

Diesen Schritt begründete der Redmonder Konzern damit, dass sich der Aufwand nicht mehr lohne, Works als eigenständiges Produkt weiterzuentwickeln. Der vorhandene Code basiere auf einem veralteten Inhouse-Frameworks und erfordere mit jeder größeren Neuerung die Weiterentwicklung des Frameworks selbst, was ohnehin nur noch für MS Works zum Einsatz käme. Da sich auch eine vollständige Neuentwicklung des Programmes nicht lohne, will sich Microsoft am OpenOffice-Projekt beteiligen.

Die erste OpenOffice-basierte Version von MS Works soll gegen Ende des Jahres 2008 erscheinen, wird aber ausschließlich für Windows verfügbar sein. Das Programm soll nicht mehr einzeln erhältlich sein, sondern ausschließlich als OEM-Version mit neuen Rechnern vertrieben werden.

Microsoft hatte dieses Vorhaben bereits vor einigen Monaten mit führenden Entwicklern von OpenOffice besprochen und vereinbart, dass neuer Code in das OpenOffice-Projekt einfließen wird, wobei MS Works als Ganzes nicht zum Selbstkompilieren an die User verbreitet wird.

Microsoft hat zudem vereinbart, dass die OpenOffice-Suite eine bessere Unterstützung für die Microsoft-Dateiformate erhalten soll, einen neuen Formeleditor sowie ein vollständig neues Datenbankmodul mit Unterstützung für MDB-Dateien. Zu dem soll es auch einen ODBC-Treiber für MDB-Dateien geben, der sich unter Linux und anderen UNIX-Derivaten zur Nutzung von Microsoft-Datenbanken einsetzen lässt. Langfristig ist auch angedacht, die VBA-Schnittstelle zur Programmierung von Makros in OpenOffice zu integrieren, was aber aufgrund des hohen Aufwandes bis zur Veröffentlichung der ersten OOO-basierten Works-Version nicht möglich sein wird.

Die Works-Suite wird sich von OpenOffice dadurch unterscheiden, dass die Microsoft-eigenen Wörterbücher zum Einsatz kommen, OLE-Programme sowie Schriftarten und Clipart mitgeliefert werden.

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Heinz-Stefan Neumeyer
18 Jahre her

Da hab’ ich aber gelacht! Drei Eimer voll und keiner wollt’se wegtragen…

:D

Gruß Stefan

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