Die US-amerikanische Armee befindet sich in einem Großprojekt zur Modernisierung ihrer Infrastrukturen. Dabei scheint sie im Moment vor einem Problem zu stehen: die Future Combat Systems (FCS) sollen auf Linux basieren, müssen aber mit Systemen wie Blue-Force zusammenarbeiten, einem Tracking-System, das auf Microsoft-Software basiert. Allein im Jahr 2008 möchte die Army 3.1 Milliarden Dollar für FCS ausgeben, das auch als das komplexeste Softwareintegrationsprojekt aller Zeiten bezeichnet wird, zusammen mit 625 Millionen für Blue-Force. Die erste einsatztüchtige FCS-Brigade ist für 2015 geplant.
Die Kommunikation zwischen den Systemen sei das Hauptproblem, heißt es in einem Artikel bei DefenseNews.com. Worin genau die Probleme zu liegen scheinen, wird nicht genannt. Der Einsatz von Red Hat Enterprise 5 soll jedoch Abhilfe schaffen. Die Idee ist, letztendlich alle Army-Netzwerke auf Linux aufzusetzen. Dabei gilt es auch, an die Interoperabilität zwischen Army sowie Navy und Air Force zu denken.
Das den Systemen zugrunde liegende Linux-System trägt den Namen System-of-Systems Common Operating Environment (SOSCOE) und wird von Boeing entwickelt. Nach Aussagen der Firma hat man sich für Linux entschieden, weil man sich nicht mehr an die proprietären Lösungen eines einzelnen Herstellers binden möchte.
[1] http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/01/23/AR2008012303695.html




