Suse Linux 10 kommt im Oktober

Suse Linux 10 kommt im Oktober

Novell verkauft weiterhin Suse Linux als Boxed-Produkt. Nach der Ankündigung des OpenSuse-Projekts [1] hatte es Mutmaßungen gegeben, die Kaufversion werde eingestellt. In einem Interview mit dem Linux-Magazin [2] widersprach Greg Mancusi-Ungaro, Marketingleiter für Novells-Linuxprodukte, diesen Gerüchten: “Unser Ziel ist es, Linux für alle und überall verfübar zu machen. Dafür ist eine Box im Einzelhandel unverzichtbar, komplett mit gedruckten Handbüchern und Installationssupport.”

Im Projekt OpenSuse werden freie Entwickler zusammen mit Novell-Technikern die Grundlagen einer Distribution erarbeiten, die in zwei Varianten verbreitet wird: Als reine Open-Source-Version zum Download und als Boxed-Produkt für den Einzelhandel, das auch kommerzielle Software wir Realplayer und Java enthält. Zurzeit ist bereits eine erste Beta-Version für Suse Linux 10 erhältlich [3].

Auch über die Entlassungen am Standort Nürnberg sprach das Linux-Magazin mit Mancusi-Ungaro. Sein Kommentar: “Die jüngsten Personalnachrichten haben überhaupt nichts mit den Plänen für OpenSuse zu tun. Wir wollen einfach effizienter arbeiten und unser Geschäft besser führen.” Das Consumer Team, das die Endanwender-Produkte der Marke Suse betreut, war Anfang August drastisch verkleinert worden.

[1] http://opensuse.org
[2] http://www.linux-magazin.de
[3] http://opensuse.org/index.php/Download

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
13 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Christian Stamitz
20 Jahre her

Bezeichnend ist ja schon, dass die OpenSuse Seite nur in englischer Sprache zur Verfügung steht, für mich kein Problem, ich gehe auch davon aus, dass man deutsch nachlegen wird wie es für alle Projekte auch stiefmütterlich geplegte deutsche Seiten gibt, aber schade ist es schon, dass damit einer der Hauptvorteile von SuSE für deutsche Benutzer schrittweise verloren geht: die bessere Unterstützung unserer Landessprache. Ausserdem sieht man auch wie die Marke SuSE schrittweise von Novell vereinnahmt wird und Nürnberg zurückgefahren wird. Die Box wird angeblich bereits aus Irland herangeschafft. Schade, das Schicksal deutscher Linuxfirmen scheint es zu sein erfolgreich zu wachsen,… Mehr »

RanuKanu
20 Jahre her

Ganz meine Meinung! Leider waren die Suse Geldgeber ein Zusammenschluss von Banken/Treuhändern etc. wenn ich das jetzt recht in Erinnerung habe. Die wollen machen doch nur Reibach. Ich hab mich wisst-ihr-bestimmt-nicht-wie geärgert, das die Suse-Leute sich überhaupt haben verkaufen lassen. Das was jetzt passiert ist nur die logische Folge. Den Verkäufern/Käufern ist es völlig egal, ob es ein wichtiges deutschsprachiges Linux-Zentrum gibt. (= Markenvereinnahmung, Box-Produktion im Ausland, Personalentlassung also ‘take the best und *** the rest’) Wie schon der Novell Mensch sagte: Wir wollen ein effizientes Geschäft führen, Nur leider ist Deutschland als Standort nicht effizient genung, da die Rendinte… Mehr »

Harald Milz
20 Jahre her
Reply to  RanuKanu

Ich hab mich wisst-ihr-bestimmt-nicht-wie geärgert, das die Suse-Leute sich überhaupt haben verkaufen lassen. Wenn sie’s nicht getan hätten, wäre SUSE sehr wahrscheinlich bereits Ende 2001 Geschichte gewesen. Viel zu schnell gewachsen während des Dotcom-Booms, nicht rechtzeitig die Kurve gekriegt. Ständig das Personal an der Spitze gewechselt. Eine ganze Reihe Leute sauer gefahren, die dann anderswo Jobs gesucht (und gefunden) haben. Eine “ganz normale” Geschichte also. Wenn ich nur an die Arroganz der Investorenvertreter bei der Aktionärshauptversammlung am 11.09.2001 (ja genau, an dem Tag, nachmittags um 3) denke, wird mir heute noch schwindlig. Vielleicht schreibt ja mal jemand ein Buch über… Mehr »

RanuKanu
20 Jahre her
Reply to  Harald Milz

Widerspruch: Der ERSTE Geschäftszweck eines Unternehmens MUSS NICHT die Erziehlung von Gewinn sein; er KANN es!
Der Geschäftszweck der Unternehmenssicherung (Kostendeckung) ist als Unternehmensziel in der Forschung und allgemeinen Meinung nicht so populärer wie die Gweinnmaximierung und wird oft und fälschlicherweise (=meine Meinung) als wichtigstes angesehen.
Was mich nicht wundert, wo doch bekannte Personen aus der Wirtschaft und Politik das Verhalten des nach nur noch mehr gierens gerade parademässig Vorführen.
Ein Unternhemen kann auch dann sehr gut existieren (incl. Firmenwagen, Freizeitausgleich und sonstigen Annehmlichkeiten).

Karl-Heinz Wallon
20 Jahre her

Hallo zusammen, das ist ja toll wenn eine neues Linux im Oktober kommt. Nur mal ehrlich: Wer braucht es? Die Herausgeber sind ja schneller als je ein Windows mit neuen Versionen war. Natürlich soll der geneigte Anwender dafür wieder 89 Euro berappen, wenn es denn reicht! Dafür bekomme ich dann eine Software die noch langsamer startet als die Vorgängerversion eine Grafische Oberfläche die noch mehr Programme und Funktionen enthält die eh nur eine Minderheit aller Anwender jemals nutzen wird und letzlich werde ich einen neuen Rechner brauchen weil es nicht mehr schnell genug geht und das neue Linux (oder sollte… Mehr »

Marco Koslowski
20 Jahre her

Wenn ich einige der Kommentare lese, so wird mir ganz anders, denn wie kommt ihr darauf, dass die Lokalisierung des Systems schlechter wird? Wie kommt ihr darauf das der Einkauf von SuSE durch Novell keine Ähnlichkeiten mit einer Symbiose hat und im Endeffekt wohl eine Bereicherung der Linuxlandschaft zur Folge hat? Fragen über Fragen, doch manche sind halt etwas vorschnell mit Vorurteilen. Nun, ich will nicht nur Kritik üben, sondern meine Anschauung auch begründen und – so hoffe ich – auf eine nachvollziehbare Basis stellen, die gerne auch als Basis für weitere, kontroverse Diskussionen dient. 01. Fakt ist, niemand wird… Mehr »

RanuKanu
20 Jahre her

Schon beim ersten Punkt muss ich widersprechen.
Internationale Grosskonzerne müssen die gleichen Märke bedienen können wie deren Konkurenz (zB IBM). Im Zuge dessen blieb Novell kaum etwas anderes übrig, als sich eine gute und ausgereifte Linux-Distri einzukaufen. Nun, da auf dem Markt nicht mehr so viel Auswahl vorhanden war, blieb wohl nur SusE, als infragekommendes Unternehmen…

Benjamin Quest
20 Jahre her

Die Frage ist auch, ob eine OpenSuSe soviele freie Entwickler anzieht wie die Quellen von Yast, nämlich kaum welche. Die Integratiopn von Yast und den anderen SuSE Automatismen ist hoffentlich noch nicht so tiefgreifend, daß sich freie Entwickler kaum mehr beteiligen, bzw. der Input von der Community dann eben doch nicht übernommen wird, weil es sich mit den SuSE gadgets (Watcher, Plugger, und wie sie alle heißen) nicht vertragen. Wohlgemerkt, nichts gegen die Benutzerfreundlichkeit, aber wichtiger als Watcher und Plugger ist doch erstmal ein stabiles Hotplugsystem … aber wenn es jetzt so läuft wie bei Mandriva, dann ist SuSE auf… Mehr »

Alien-X1
20 Jahre her

beginnt schon bei der Software-Installation:

heutiger Standard: CD rein, 3x weiterklicken, fertig
————-

(Motto des quasi-monopolisten dürfte sein:
wenn Du deine Gegner nicht besiegen kannst, dann spalte Sie…)

Alien-X1
20 Jahre her

beginnt schon bei der Software-Installation:

heutiger Standard: CD rein, 3x weiterklicken, fertig
————-

(Motto des quasi-monopolisten dürfte sein:
wenn Du deine Gegner nicht besiegen kannst, dann spalte Sie…)

Alien-X1
20 Jahre her
Reply to  Alien-X1

ausserdem: so lange die schönen Video, Spiele, Office, u. sonstigen Programmen (vom ALDI-Supermarkt) nicht auf der Kiste laufen..

Fazit: auf der Packung muß stehen:
Systemvoraussetzung Linux bzw. Solaris ab Kernel(!)Version xyz
-> unabhängig von -zig Distributionen u. Herstellern

(vielleicht tut’s auch ein brauchbarer(!) Emulator…)
——————————-
Anm.: auch wenn die totale Abhängigkeit von 1 (US-)Hersteller ein Graus ist, aber an der Produktqualität (Geschwindigkeit, Komfort u. Stabilität) von MS-Win gibt’s inzwischen nichts mehr zu meckern..

(man vergleiche z.B. nur die Öffnungszeit von MS-Office Dokumenten mit OpenOffice, Standby-Fkt., etc.)

[1] http://www.sun.com/software/solaris/get.jsp

Alien-X1
20 Jahre her
Reply to  Alien-X1

(sorry- )

” u. sonstige Programme… ”

(eine nachträgliche Editier- bzw. Korrekturfunktion wäre für dieses Forum auch nicht schlecht..)

Alien-X1
20 Jahre her
Reply to  Alien-X1

vielleicht hängt die Geschwindigkeit bei Anwendungen auch mit dem Ausmaß der Integration ins Betriebssystem zusammen:

(als z.B. MS-Win erstmals nur ein DOS-“Aufsatz” war, hatte es z.T. mit ähnlichen Geschwindigkeits-Problemen zu kämpfen)

wobei natürlich die Vor -u Nachteile im Einzelfall abzuwägen sind.
d.h. die Modularität eines Systems hat hinsichtlich Flexibilität auch positive Aspekte..

Nach oben