Das Qualcomm Innovation Center stellt Mitte Februar auf dem Mobile World Congress 2011 sein neues Alljoyn-Projekt zur Peer-to-Peer-Datenübertragung zwischen mobilen Geräten vor. Es steht unter der Apache-Lizenz 2.0.
Hinter Alljoyn verbirgt sich die Implementierung einer Service-orientierten Architektur (SOA), die Geräte drahtlos miteinander kommunizieren lässt. Das geschieht, indem ein als Alljoyn-Prozess auf Gerät 1 (der Server) definierter Dienst (der Service) sein Angebote an den Alljoyn-Bus-Daemon kommuniziert, der einen Hub für andere mobile Geräte (die Clients) darstellt. Seinerseits kann das Gerät als Client auf mittels der Alljoyn-Technologie kommunizierte Dienste anderer Geräte zugreifen. Mit Verschlüsselung und Authentifizierung will der Hersteller Security-Aspekten gerecht werden.

Protokoll der Interprozesskommunikation in Alljoyn. Aus: Alljoyn Android NDK, Dev Guide, 27. Januar 2011
Die Geräte tauchen der Idee nach per Bluetooth oder MDNS in ein Alljoyn-P2P-Netzwerk ein, aus dem sie sich auch wieder verabschieden können, ohne die Unterhaltung der anderen zu stören. App-Entwickler sollen mit Alljoyn P2P-Fähigkeit in ihre Anwendungen einbauen, sodass ihre Benutzer spontan zum Beispiel gemeinsam spielen oder Daten austauschen können. Auch Settopboxen und Autoinformationssysteme (In-vehicle Infotainment) stehen bei Qualcomm auf der Liste der nutznießenden Geräte.
Den Quellcode raten die Hersteller mittels des im Android-Projekt verwendeten Git-Aufsatzes Repo herunterzuladen. Im Downloadbereich des Apache-lizenzierten Projekts stehen daneben ein SDK, Referenzdokumente für Java und C++ sowie Anleitungen für Android zur Verfügung. Wer den Code im Alljoyn-Projekt mitentwickeln möchte, muss einer Lizenzvereinbarung zustimmen. Sie macht das Qualcomm Innovation Center zum Mitinhaber der Nutzungsrechte und räumt ihm unter anderem das Recht ein, den beigetragenen Code zu verkaufen oder sich nach amerikanischem Recht als Inhaber der Nutzungsrechte einzutragen.
Das Qualcomm Innovation Center (“QuIC”) ist eine im Oktober 2009 ausgegründete und rund ein Jahr später personell aufgestockte Entwicklungsabteilung. Das Quic kümmert sich nach eigenen Angaben besonders um Open-Source-Projekte und trägt zu Android, Chromium, dem Linuxkernel, Webkit and Meego bei.






