OEMs, also die Auftraggeber der Hardware-Hersteller, wollen von diesen verstärkt Open-Source-Treiber für ihre Hardware verlangen. Das ist eines der Ergebnisse des zweiten “Annual Linux Foundation Collaboration Summit”, das auch die Linux-Endverbraucher erreichen dürfte.
Für Hardware-Hersteller dürfte es einen deutlichen Unterschied machen, ob lediglich einige Linux-Nutzer ein Umdenken fordern oder ob die eigenen Kunden quelloffene Linux-Treiber verlangen. Dennoch geht die Initiative auch auf den permanenten Druck der Linux-Community zurück, die gezielt linux-freundliche Hersteller unterstützt und Druck auf Firmen ausübt, die keinen oder nur halbherzigen Linux-Support leisten.
Konkret setzten sich im Rahmen des “Desktop Architects’ Meeting” Computerhersteller wie Dell, HP und Lenovo an einen Tisch mit Vertretern der Desktop-Community, um über notwendige Entwicklungsschritte für den Desktop und Mobilgeräte zu reden. Dabei versprachen die OEMs, Hersteller von Chips und anderen Komponenten in ihren Hardware-Ausschreibungen deutlich zu ermutigen (“strongly encourage”), Open-Source-Treiber für Linux anzubieten.
VIA hatte ja bereits eine Öffnung der eigenen Treiber angekündigt, nun will auch Asustek Computer, der Hersteller des Eee-PC, seine Hardware-Zulieferer dazu anhalten, Open-Source-Treiber zu liefern. Trotz der positiven Ankündigung ist in den meisten Fällen auch etwas Skepsis angebracht: Bei vielen Firmen dauert es nach den vollmundigen Ankündigungen eine geraume Weile, bis konkrete Schritte folgen. Bei einigen davon springt am Ende lediglich ein schlecht funktionierender Closed-Source-Treiber heraus.




