Wenn Windows 7 auf den Markt kommt, wird die Starter Edition speziell für Notebooks konzipiert. Hierfür ebenso wie für Windows XP hat Microsoft Listen mit technischen Obergrenzen erstellt.
Die abgespeckte Windows 7 Starter Edition ist nicht zum Verkauf an Endanwender bestimmt, sondern wird direkt an Hardware-Hersteller geliefert. Diese dürfen das Betriebssystem vor dem Verkauf auf den Rechnern installieren – allerdings will Microsoft bei der Ausstattung ein Wörtchen mitreden. Bereits seit längerem gibt es das so genannte Microsoft Windows XP Home Ultra Low Cost PC-Programm (ULPC) , mit dem der Konzern den Händlern genaue Vorschriften machte, was Rechner mit dem Fenster-Logo können dürfen. Mit ULPC werden die kleinen, preiswerten Notebooks bezeichnet, die bei der Markteinführung zunächst vor allem mit Linux als Betriebssystem ausgeliefert wurden, auch Netbooks genannt. Auch für das kommende Windows 7 gibt es eine vergleichbare Liste, wie das malaysische Newsportal Techarp berichtet.
Hiernach hat sich das Microsoft-Begrenzungssystem mittlerweile deutlich vereinfacht: Gab es für Windows XP/Vista neben der Begrenzung auf 1 GHz eine Liste mit Prozessoren, die „genehmigt“ waren, wird es für Windows 7 nur die Einschränkung auf maximal 2 GHz geben. Der Arbeitsspeicher soll unverändert maximal 1 GByte bieten, der zugestandene Speicherplatz wird für Windows 7 von 32 Gigabyte SSD auf 64 Gigabyte SSD verdoppelt, herkömmlichen Festplatten dürfen 250 GByte fassen. Nicht mehr nötig nach Wünschen des Softwarekonzerns sind die Begrenzung der Grafik- und Touch-Funktionen, dafür wird der Genuss selbiger durch einen noch kleineren Bildschirm geschmälert: Statt wie bisher 12,1 Zoll Bildschirmdiagonale gestattet Microsoft für die Neuauflage seines Betriebssystems nur noch 10,2 Zoll.
Microsoft-Chef Steve Ballmer hat die Strategie seines Unternehmens in einer Sitzung mit Analysten am 30. Juli offiziell bestätigt. In dem turnusmäßigen Treffen zum Quartalsbericht sagt er: „Unsere Lizenz sagt, was ein Netbook ist. Unsere Lizenz sagt, es muss einen super-kleinen Bildschirm haben, was heißt, dass es wahrscheinlich eine super-kleine Tastatur hat, und es muss einen bestimmten Prozessor haben und blablabla.“ In dem Bericht an die Finanzbehörde über die Quartalsergebnisse nannte der Konzern auch erstmals Linux-Unternehmen wie Red Hat und Canonical als Wettbewerber (Linux-Community berichtete).






Oft nennt/nannte Microsoft eher zu geringe Hardwareanforderungen bzgl. ihrer Betriebssyteme und jetzt deckeln sie nach oben hin. Hoffentlich bremst das nicht die Innovationsfreude im Netbook-Bereich. Warum lassen sich Hardwarehersteller soetwas vorschreiben? Die Machtverhältnisse scheinen so zu sein, dass der Softwarehersteller Microsoft sämtlichen Hardwareherstellern Vorschriften in ihrem ureigenen Betätigungsfeld machen kann. Besser ausgestattete Linux-Varianten von Netbooks anzubieten, ist logistisch aufwändig… aber hoffentlich wird das der eine oder andere Netbook-Hersteller machen und damit neben dem Kaufanreiz “Betriebssystem” einen Kaufanzreiz “Hardware” zugunsten der Verbreitung von Linux setzen.
“Die Machtverhältnisse scheinen so zu sein, dass der Softwarehersteller Microsoft sämtlichen Hardwareherstellern Vorschriften in ihrem ureigenen Betätigungsfeld machen kann.”
Sie scheinen nicht, sie sind es. Die große Masse der Käufer sind nun mal “Computerdummköpfe”, die nicht anderes als Windows können und wollen. Das mag man bedauern, aber man muss sich der Realität stellen.
Das war es dann mit den Netbooks …
10,1 Zoll, damit man die abgespeckte Version von Windows 7 benutzen “darf” … dann besorge ich mir lieber ein “Schmalhans-Laptop” mit großem Bildschirm und einen Extra-Akku (Windows 7 home Ed. gibt’s ja auch meist hinterhergeschmissen …).
Wenn die Netbookersteller das mitmachen, sind sie schön blöd …
Ein Parade Beispiel warum Hersteller nicht auf Windows setzten sollen… MS die innovations- bremse, wenn das nicht von hinten los geht..
Netbooks sind eh nur bedingt benutzbar, da muss kein Windows drauf…