LINdependence Day 2008: Eine Stadt steigt um

LINdependence Day 2008: Eine Stadt steigt um

Am 4. Juli 2008, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, soll ein “signifikanter Teil” der Gemeinde Felton in Kalifornien sämtlichen Microsoft Produkten entsagen und für mindestens eine Woche vollständig auf Linux umsteigen. Dies möchte zumindest der Veranstalter HeliOS Solutions mit seinem etwas kuriosen LINdependence Day erreichen. Während des gesamten Aktionszeitraums sollen Abgesandte der großen Linux-Distributoren vor Ort Installationspartys, Seminare und andere medienwirksame Events abhalten und so die umstiegswilligen Einwohner unterstützen.

Initiator dieser ungewöhnlichen Veranstaltung ist Ken Starks (alias “Helios”), der erste Ideen zu einer “Linux-Stadt” bereits im Herbst 2007 äußerte. Es fanden sich schnell weitere Mitstreiter, darunter der Journalist Larry Cafiero. Auf einer kleinen Werbetour konnte er die Bewohner und Geschäftsleute aus seiner Heimatregion für das Projekt erwärmen. So fiel die Wahl des Veranstaltungsortes recht schnell auf die ca. 6000 Einwohner starke Gemeinde Felton in Kalifornien, nahe Santa Cruz. Die Koordination aller geplanten Veranstaltungen vor Ort übernimmt Larry Cafiero, der sich gleichzeitig noch um die Finanzen kümmert.

Nach Angaben der Organisatoren belaufen sich die Kosten für den Werbestunt auf rund 25.000 Dollar. Diese sollen ausschließlich aus Spendengeldern bezahlt werden, für die eigens ein PayPal-Konto auf der Homepage des LINdependence Day eingerichtet wurde.

Ziel des LINdependence Days ist eine möglichst hohe Medienpräsenz des freien Betriebssystems. Dafür soll unter anderem der Filmemacher Christian Einfeldt sorgen, der das Projekt vom Beginn bis zum Ende filmisch begleiten wird. Einfeldt hatte bereits in der Vergangenheit verschiedene FOSS-Projekte dokumentiert.

Ideengeber Ken Starks war schon in der Vergangenheit mit ungewöhnlichen Werbeideen aufgefallen. So hatte er 2007 im Rahmen des Tux500 Projekts fleißig Spendengelder gesammelt, um einen großflächigen Linux-Schriftzug auf einem Rennwagen der amerikanischen Indy-500-Serie zu finanzieren. Letztendlich reichten die Gelder nur für ein kleines Logo, das der Fahrer schon nach wenigen Runden mit Hilfe eines Totalschadens wieder von der Rennstrecke entfernte.

Weitere Informationen zum LINdependence day 2008 sollen nach und nach auf der offiziellen Homepage erscheinen.

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